|
Beratung: Berufliche Grundbildung, Kaufmännische Grundbildung Berater| karriere.ch - Freude im richtigen Job | | |
Zuletzt gestellte Fragen| Ich (42 J.) habe die Matura gemacht und das VSH-Handelsdiplom erlangt. Dann habe ich ca. 2 Jahre im kaufmännischen Bereich gearbeitet. Auf Umwegen bin ich schliesslich im Jahr 2003 wieder in den kaufmännischen Bereich gelangt, wo ich auch heute noch tätig bin. Zur Zeit absolviere ich im 2. Semester den Lehrgang "Sachbearbeiter Rechnungswesen". Das Ziel ist der edupool Abschluss (KV-Weiterbildung). Um im Bereich Rechnungswesen Fuss zu fassen, bzw. den Einstieg zu finden: Reicht das fürs erste oder sollte ich auch noch den KV-Abschluss nachholen? |
|---|
| Berater: Nägelin, Beat | Mit der Matura (auch wenn diese wohl Jahre zurückliegt) und dem Handelsdiplom VSH verfügen Sie über eine dem KV-Abschluss ebenbürtige Grundbildung. Mit der laufenden Weiterbildung zum Sachbearbeiter Rechnungswesen erlangen Sie Zusatzkenntnisse im Rechnungswesen, die über denjenigen einer kaufmännischen Grundbildung liegen. Meines Erachtens macht deshalb das Nachholen des KV EFZ deshalb keinen Sinn.
An Ihrer Stelle würde ich - je nach Berufsziel - einen Abschluss auf Stufe Fachausweis (z.B. als Finanzfachmann mit eidg. FA) avisieren. Damit positionieren Sie sich über dem KV und erlangen eine dem Alter entsprechende Spezialistenqualifikation. Falls es noch nicht ganz klar ist, in welche Richtung Ihre berufliche Weiterentwicklung gehen wird, rate ich Ihnen eher zu einer generalistischen Weiterbildung, z.B. zum Wirtschaftsfachmann VSK (Höheres Wirtschaftsdiplom HWD) oder eventuell sogar zu einem berufsbegleitenden Studium an einer Höheren Fachschule für Wirtschaft, mit Abschlussziel Dipl. Betriebswirtschafter HF.
Nutzen Sie in jedem Fall die Möglichkeit persönlicher Bildungsberatung, um sich Klarheit über die für Sie richtige Weiterbildung zu verschaffen. Es stehen Ihnen sehr viele Möglichkeiten offen. Sie sollten jedoch aufgrund Ihres Alters keine Zeit verlieren und keine Umwege machen, sondern sich ganz zielgerichtet weiterentwickeln.
| | | | Ich bin gelernte kaufm. Angestellte (Abschluss 1986), seit 1990 aber nicht mehr berufstätig (Familie usw.). Jetzt möchte ich wieder einsteigen, weiss aber nicht so richtig, welche Schule ich besuchen soll. Würde es Sinn machen, eine Handelsschule VSH oder edupool zu besuchen? In dieser langen Zeit hat sich im Büroalltag soviel verändert, dass ich das Gefühl habe, ich muss beinahe bei null anfangen. Es gibt auch Kurse für Wiedereinsteigerinnen, würde auch so etwas eventuell reichen? |
|---|
| Berater: Nägelin, Beat | Einige Bildungsinstitute bieten besondere Kurse für Wiedereinsteigerinnen, z.B. in Computeranwendung, Rechnungswesen, Englisch usw. Ihr KV-Abschluss und Ihre letzte kaufmännische Tätigkeit liegen jedoch 22 bzw. 18 Jahre zurück, womit Sie vermutlich zu allen Themen Kurse besuchen sollten. Deshalb rate ich Ihnen gleich zum Besuch einer anerkannten, berufsbegleitenden Handelsschule (VSH). Damit erhalten Sie das ganze Paket an aktuellem, kaufmännischen Wissen und belegen dies gleich mit einem Diplom, was zweifelsohne auf dem Arbeitsmarkt mehr gilt als Kurszertifikate. Unter www.handelsschulverband.ch finden Sie eine Auflistung aller beim VSH (Verband Schweiz. Handelsschulen) registrierten Schulen, welche die anerkannten Abschlüsse Bürofachdiplom VSH bzw. Handelsdiplom VSH abgeben.
Lassen Sie sich in jedem Fall vor der Anmeldung an einer Schule vor Ort durch diese beraten. Beratungsgespräche sind meist unverbindlich und kostenlos und vermitteln Ihnen einen guten Eindruck zur betreffenden Schule. | | | | Ich bin 34 Jahre alt und seit 3 Jahren in der Schweiz. Ich absolvierte ein Praktikum als Sekretärin bei einem Rechtsanwalt. Jetzt möchte ich eine Weiterbildung im Bereich Buchhaltung machen und kenne mich mit dem schweizerischen Schulsystem zu wenig aus. Welche Möglichkeiten bestehen (ich müsste mit den Grundlagen beginnen)? |
|---|
| Berater: Nägelin, Beat | | Ich rate Ihnen - anstelle eines Buchhaltungskurses - gleich zum Besuch einer Abend- oder Ein-Tageshandelsschule. Geeignete Schulen finden Sie unter www.handelsschulverband.ch. Rechnungswesen bzw. Buchhaltung sind zentrale Elemente einer soliden und anerkannten Handelsschulausbildung. Daneben haben Sie weitere Fächer, welche Sie auf eine kaufmännische Tätigkeit vorbereiten. Mit dem Abschluss der Handelsschule erhalten Sie ein anerkanntes Diplom (Bürofachdiplom VSH und/oder Handelsdiplom VSH), welches Ihnen auf dem Arbeitsmarkt den Zugang zu entsprechenden Stellen öffnen kann. Ein Zertifikat eines Buchhaltungskurses kann da nicht mithalten...
| | | | Ich habe bereits einen Detailhandelsabschluss und 10-jährige Erfahrung im Verkauf. Nun möchte ich berufsbegleitend einen KV-Abschluss erlangen.
Welches ist der einfachste Weg, wie kann ich vorgehen? |
|---|
| Berater: Nägelin, Beat | Der direkteste Weg zum KV-Abschluss geht für Sie via der sogenannten "Nachholbildung für Erwachsene". Das Mittelschul- und Berufsbildungsamt (MBA) Ihres Wohnkantons kann Ihnen alle notwendigen Informationen für das Zulassungsverfahren zur LAP geben. Sie benötigen bis zum Zeitpunkt der KV-Prüfung mindestens 5 Jahre Berufserfahrung.
Aufgrund Ihrer Detailhandelsausbildung haben Sie einige kaufmännische Grundlagenfächer besucht. Diese reichen jedoch wohl nicht für ein Bestehen der KV LAP. Für die Vorbereitung zu den Prüfungen sollten Sie sich deshalb einer Handelsschule anvertrauen. Verschiedene Bildungsinstitute bieten entsprechende Vorbereitungslehrgänge.
Eine echte Alternative zum KV-Abschluss könnte für Sie auch das Handelsdiplom VSH (des Verbands Schweiz. Handelsschulen, siehe www.handelsschulverband.ch) sein. Sie verfügen ja mit Ihrem Detailhandelsabschluss bereits über ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis und benötigen primär das kaufmännische Know-how, um in eine kaufmännische Tätigkeit wechseln zu können.
Zum Erhalt des anerkannten VSH-Diploms erhalten Sie die gleiche Bildung wie für den KV-Abschluss und können sich damit auf dem Arbeitsmarkt grundsätzlich für jede kaufmännische Stelle melden. Wichtig ist, dass Sie getreu dem Motto der B-Regel - "Wechselst Du die Branche, so bleibe im Beruf. Wechselst Du den Beruf, so bleibe in der Branche" - Ihren bisherigen beruflichen Werdegang in eine kaufmännische Tätigkeit mit einbringen.
Nutzen Sie auch die Möglichkeit der vielen Bildungsberatungsangebote. Berufsinformationszentren (BIZ), Berufsberatungen und viele Schulen offerieren qualifizierte Beratungen. | | | Ich bin 25 und komme aus Ungarn. Ich habe bereits ein Jahr Wirtschaft in Budapest studiert. Danach habe ich mich entschieden, mein Studium in der Schweiz fortzusetzen. Ich konnte das Studium (Betriebsökonomie) an der Fachhochschule St. Gallen anfangen. Da die Schulsysteme in Ungarn und in der Schweiz ganz unterschiedlich sind, musste ich mein Studium an der FHSG abbrechen (wegen Rechnungswesen). Ich gebe aber nicht so schnell auf! Zurzeit absolviere ich die berufsbegleitende Handelsschule. Voraussichtlich werde ich im Oktober 2008 das Bürofachdiplom VSH bekommen. Mein Ziel ist aber immer noch das Studium an der FHSG.
Welchen Schulabschluss soll ich anstreben, damit ich später mein Studium ohne grössere Schwierigkeiten schaffen kann? Was wäre besser für mich: Handelsdiplom VSH oder Dipl. Kauffrau HWD/VSK? |
|---|
| Berater: Nägelin, Beat | Ihr Beispiel veranschaulicht die allenfalls auch negativen Aspekte einer gänzlichen Durchlässigkeit unseres Bildungssystems: Nach Abbruch des Studiums an einer Wirtschaftshochschule wechselten Sie zu einer kaufmännischen Grundbildung an eine Handelsschule, anstatt, z.B. durch Besuch eines Kurses in Rechnungswesen, wiederum den Anschluss im Studium finden zu schaffen. Nun, das macht nichts! Umwege erhöhen bekanntlich die Ortskenntnisse ;-).
Ich beglückwünsche Sie dazu, dass Sie sich nichts desto trotz nicht entmutigen liessen und das Ziel Ihrer Ausbildung zur Wirtschaftsfachfrau weiterverfolgt haben.
Meiner Meinung nach macht es Sinn, dass Sie Ihre Handelsschulausbildung nun bis zum Handelsdiplom VSH fortführen. Damit erlangen Sie ein kaufmännisches Diplom auf KV-Niveau und können sich entsprechend auf dem Arbeitsmarkt positionieren. Darauf aufbauend könnten Sie später erneut ein Studium an einer Höheren Fachschule für Wirtschaft oder an einer Fachhochschule aufnehmen. Oder aber, Sie nutzen das reichhaltige Weiterbildungsangebot und holen sich weitere Diplome der höheren kaufmännischen Berufsbildung, z.B. als Wirtschaftsfachfrau VSK, Marketingfachfrau, Finanzfachfrau, etc.
Lassen Sie sich nach Abschluss Ihrer Handelsschule von verschiedenen Stellen beraten (Schulen, BIZ, Berufsberatung). So bieten die meisten Schulen gratis Bildungsberatungen an, die Ihnen eine gute Übersicht über die auf dem Markt verfügbaren Bildungsprogramme geben.
PS: Falls Sie sich in der Handelsschule unterfordert fühlen sollten, können Sie selbstverständlich auch prüfen, ob Sie direkt in ein höheres Programm (HFW, FH, höhere Berufsbildung, s. oben) wechseln können. | | | | Ich bin 19 Jahre alt. Als ich die Schule beendet habe, hatte ich kein Lehrstelle gefunden aber habe ein 1 Jahr lang ein Praktikum gemacht (Büroarbeiten). Jetzt möchte ich gerne weiterhin im Büro arbeiten, wie kann ich es erreichen oder was muss ich tun? |
|---|
| Berater: Nägelin, Beat | Das beste Fundament für eine kaufmännische Tätigkeit bietet das eidgenössische Fähigkeitszeugnis als Kauffrau/Kaufmann (sog. KV- Lehrabschluss).
Das KV-Diplom können Sie in Ihrer Situation auf zwei Wegen erlangen:
1. Sie können eine Firma (Ihren Praktikumsbetrieb?) davon überzeugen, mit Ihnen einen Lehrvertrag mit Ausbildungsziel KV abzuschliessen. Sie absolvieren dort eine dreijährige Lehre und besuchen wöchentlich zwischen 1 1/2-2 Tagen die Berufsschule. Während der Lehrzeit erhalten Sie einen Lehrlingslohn.
2. Sie besuchen eine Handelsschule. Sie besuchen während 1 1/2 Jahren die Schule, absolvieren dann ein Jahrespraktikum und schliessen nach weiteren sechs Monaten mit dem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis ab. Während des Praktikums erhalten Sie einen Praktikumslohn. Für den Schulbesuch müssen Sie, Ihre Eltern oder das Stipendienamt aufkommen.
| | | | Wie lautet die korrekte Bezeichnung für einen HMS-Absolventen nach der 3-jährigen Schulausbildung? |
|---|
| Berater: Nägelin, Beat | Die Handelsmittelschule (HMS) soll - als Alternative zu einer kaufmännischen Lehre - auf eine qualifizierte kaufmännische Tätigkeit vorbereiten. Sie führt nach 3 Jahren Vollzeitschule zum kantonalen Handelsdiplom. Im Anschluss an die HMS können (nach einem Praxisjahr und in Ergänzung zu den Prüfungen für das Handelsdiplom) die Prüfungen zum Erhalt einer kaufmännischen Berufsmaturität abgelegt werden. Dieser Ausbildungsweg wird HMS+ genannt.
Das Ablegen der Berufsmaturitätsprüfungen ist meiner Meinung nach sehr empfehlenswert, da damit die prüfungsfreie Zulassung zu einer Fachhochschule sichergestellt wird. Zudem ist die Berufsmaturität allgemein bekannter und vermutlich sogar anerkannter als das Handelsmittelschuldiplom.
Nach dem Erhalt des HMS-Diploms würde ich als Berufsbezeichnung den Titel "Kauffrau/Kaufmann HMS" verwenden.
| | | In diesem Jahr absolviere ich die 2-jährige Attestlehre (Büroassistentin). Nun möchte ich weitermachen, da ich mit dem A-Profil kaum Chancen auf dem Arbeitsmarkt habe und mir keine Weiterbildungswege zur Verfügung stehen. Ich sehe mich zu etwas Höherem berufen und bin unheimlich motiviert. Ich hätte anschliessend die verkürzte E-Profil Lehre machen können, doch dies dauerte mir zu lange (2 Jahre).
Ich möchte die Handelsschule besuchen. Dabei ziehe ich das Handelsfachdiplom VSH oder das Handelsdiplom edupool in Betracht. Was ist besser? Was zahlt sich mehr aus, und vorallem, wo liegen die Unterschiede der beiden Diplome?
Mit dem Handelsdiplom hätte ich gar die Möglichkeit, anschliessend die KV-Matur nachzuholen. Ist dies auch mit dem Handelsdiplom VSH möglich? Stehen mir mit dem Handelsdiplom alle Weiterbildungsangebote offen wie den Kaufleuten? |
|---|
| Berater: Nägelin, Beat | Der einfachste, sinnvollste (und auch kürzeste!) Weg für Sie ist die Anschlussausbildung zum KV-Abschluss (KV B- oder E-Profil). Ich bitte Sie deshalb, nochmals auf Ihren Entscheid zurückzukommen. Wenn sich Ihnen schon die Chance für eine Anschlussbildung zum KV-Diplom offeriert, sollten Sie diese unbedingt ergreifen.
Bei den Abschlüssen Handelsdiplom VSH bzw. edupool handelt es sich um Verbandsdiplome, d.h. um nicht-staatliche Fähigkeitszeugnisse. Diese Ausbildungen eignen sich besonders für Personen, die bereits über ein Fähigkeitszeugnis anderer Berufsrichtung, z.B. als Elektriker, verfügen und in eine kaufmännische Tätigkeit wechseln möchten. Das VSH-Diplom, welches bereits seit 30 Jahren abgegeben wird, geniesst in der Wirtschaft hohe Anerkennung und verhilft den Diplomierten zum sicheren Berufswechsel ins Büro. Edupool ist ein relativ neues Programm, das sich - meiner Meinung nach - erst noch durchsetzen muss.
In Ihrem Fall handelt es sich um eine Erstausbildung und diese sollte wenn immer möglich mit einem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ) abgeschlossen werden. Ein EFZ ist neben der Matura die wichtigste Grundlage der schweizerischen Berufsbildung. Mit einem EFZ haben Sie Zugang zu einer reichhaltigen Auswahl an weiterführenden Aus- und Weiterbildungsprogrammen (z.B. zum späteren Studium an einer Höheren Fachschule für Wirtschaft). Der Attestabschluss und das Handelsdiplom VSH bzw. edupool bieten Ihnen da nicht die gleichen Möglichkeiten. Die Zeit, die Sie heute vermeintlich gewinnen, wenn Sie auf den KV-Abschluss verzichten, wird Ihnen somit später abgezogen.
Deshalb, setzen Sie alle Hebel in Bewegung, damit Sie die Ergänzung zum KV-Abschluss machen können! | | | Im Sommer 2008 beende ich meine 3-jährige KV-Lehre (E-Profil). Ich bin im Besitz der folgenden Diplome: SIZ 2 (Computer-Anwender), BEC Preliminary sowie dem First Certificate in English. Sofern ich die Abschlussprüfung im Sommer bestehe, kann ich im Lehrbetrieb als Sachbearbeiterin Debitorenbuchhaltung bleiben.
Nun zu meiner Frage: Welcher Mindestlohn darf ich mit meiner Ausbildung erwarten?. |
|---|
| Berater: Nägelin, Beat | Ich gratuliere Ihnen zu Ihrer Ausbildung und wünsche Ihnen eine erfolgreiche LAP.
Die Bestimmung Ihres Lohns, hängt von Ihrem Arbeitgeber ab. Zwar gibt es verschiedene Empfehlungen (siehe z.B. Lohnkalkulator bei jobwinner.ch oder die Lohnempfehlungen des KV Schweiz), die Höhe Ihres Anfangslohns – und künftiger Löhne – hängt jedoch bei Unternehmen der Privatwirtschaft ganz individuell von vielen verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. Ihren Leistungen, der jeweiligen Arbeitsmarktsituation, dem Vorgesetzen, dem Betrieb bzw. dessen Besoldungsverordnung, der Branche, dem örtlichen Lohnniveau, etc.
Ich würde Ihren Vorgesetzen bitten, Ihnen eine Offerte zu machen und diese dann prüfen, anstatt Ihrerseits mit Lohnforderungen aufzuwarten. Hierbei sollten Sie auch andere Faktoren berücksichtigen, wie z.B., ob Ihnen die betreffende Arbeit auch Spass macht und ob der Betrieb Sie für künftige Weiterbildungen unterstützen kann. Damit kommen Sie meiner Meinung nach vermutlich weiter.
| | | Ich wollte mich über einen anderen Weg erkundigen, um an meinen KV-Abschluss zu gelangen, denn bei mir sieht es folgendermassen aus: Ich hatte eine Lehre als Informatiker begonnen, mit welcher ich dann nach knapp 2 Jahren aufgehört habe. Danach habe ich mit der Handelsschule begonnen und bin nun im 2. Jahr, sprich im Praktikum.
Da ich nun aus privaten Gründen einen anderen Weg suchen muss bei dem ich evtl. nebenbei arbeiten könnte, wollte ich Sie fragen ob es eine berufsbegleitende oder andere Möglichkeit gibt, an meinen KV-Abschluss zu gelangen. Das VSH Diplom habe ich bereits. |
|---|
| Berater: Nägelin, Beat | Ich empfehle Ihnen unbedingt, Ihre Handelsschule mit dem KV EFZ (eidg. Fähigkeitszeugnis) abzuschliessen!
Selbstverständlich gibt es die Möglichkeit, den KV-Abschluss auch später nachzuholen. Dieser Weg ist jedoch sehr steinig und mit einigen Auflagen verbunden (unter anderem werden 5 Jahre Praxis verlangt).
Falls Sie nicht mehr an der bestehenden Schule bleiben können, gibt es sicherlich eine Möglichkeit, auch an eine andere Schule zu wechseln. Der einfachste Weg wäre jedoch, wenn Sie dort Ihre Berufsbildung wie geplant abschliessen könnten. | | | | Ich habe 1989 das KV abgeschlossen und mich seither nicht mehr weitergebildet. Nun arbeite ich als Personal Assistant in einer internationalen Firma und bekomme die Möglichkeit zur Weiterbildung. Meine Interessen liegen in Organisation / Administration / Strategie und IT. Welche Möglichkeiten habe ich mit Fernziel Masters? |
|---|
| Berater: Nägelin, Beat | Bekanntlich führen viele Wege nach Rom. Dies gilt insbesondere für die vielfältige schweizerische Bildungslandschaft. In der Schweiz wird die berufsorientierte Weiterbildung von verschiedensten Trägerorganisationen gestaltet. So haben staatliche und private Organisationen, Verbände, Hochschulen, Höhere Fachschulen und Universitäten ein Bildungsangebot definiert, das weltweit wohl einzigartig - aber für Aussenstehende kaum zu überblicken ist.
An Ihre Stelle würde ich im Internet die Programme verschiedener Bildungsanbieter mal durchforsten. Anschliessend könnten Sie zu den Angeboten, welche Ihnen interessant und sympathisch erscheinen, mit den betreffenden Anbietern in Kontakt treten und sich beraten lassen.
Aufgrund Ihrer Angaben (KV 1989, keine Weiterbildung, Freude an Organisation/Administration und Strategie), würde ich eine Weiterbildung angehen, die Sie nicht auf eine besondere Richtung festlegt, Sie jedoch Schritt für Schritt an Ihr Fernziel "Master" heranführt.
An meiner Schule könnte Ihr Weg wie folgt aussehen: 1 Jahr bis zum HWD, mit Abschluss als Wirtschaftsfachfrau VSK, +1 weiteres Jahr bis zum Abschluss als Dipl. Betriebswirtschafterin NDS HF, +1 weiteres Jahr bis zum BBA und anschliessend zum Master of Business Administration. Alle diese Ausbildungen sind vollständig berufsbegleitend, d.h. auch mit einer 100%-Anstellung zu bewältigen und praxisnah aufgebaut. | | | | Im Juli 2005 habe ich die Lehre zum kaufm. Angestellten erfolgreich abgeschlossen. Nun möchte ich mich gerne weiterbilden. Zur Zeit arbeite ich als Debitorenbuchhalter in einem KMU. Für mich persönlich kommen zwei Weiterbildungen in Frage. Zum einen ist dies der Sachbearbeiter Rechnungswesen und zum anderen das HWD VSK. Nun ist meine Frage, ob das HWD VSK mir im Bereich Finanzen/Controlling etwas bringt. Oder ob ich dann einen anderen Job suchen muss, welcher nichts mit Buchhaltung zu tun hat? |
|---|
| Berater: Nägelin, Beat | Beim Lehrgang zum Sachbearbeiter Rechnungswesen handelt es sich um eine fachlich spezialisierende, beim Lehrgang zum Höheren Wirtschaftsdiplom um eine generalistische Weiterbildung. Welche dieser Weiterbildungen für Sie passender ist, sollte aufgrund Ihrer persönlichen Präferenzen und beruflichen Ziele entschieden werden. Ist Ihnen aus heutiger Sicht z.B. klar, dass Sie die nächsten 5 Jahre im Rechnungswesen tätig sein werden, so sollten Sie vermutlich eher den Lehrgang zum Sachbearbeiter Rechnungswesen und darauf aufbauend den Lehrgang zum Finanzfachmann anvisieren. Ist es jedoch durchaus denkbar, dass Sie mittelfristig in einem anderen Bereich beruflich tätig sein möchten, z.B. im Personalwesen, so sollten Sie heute eher eine generalisierende Weiterbildung - zum Beispiel das HWD - ins Auge fassen.
Beide Weiterbildungen haben Vor- und Nachteile. So positioniert Sie die spezialisierende Weiterbildung stärker im Rechnungswesen, während die Generalisten-Weiterbildung Ihnen eine Brücke für einen Wechsel in eine andere berufliche Tätigkeit schafft. "Wurzeln geben Halt - und halten auch fest..."
Aufgrund Ihrer Angaben gehe ich davon aus, dass Sie etwa 20-25 Jahre jung sind. Falls diese Annahme stimmt und eine Generalisten-Ausbildung für Sie in Frage kommt, sollten Sie unbedingt auch ein Studium zum „Dipl. Betriebswirtschafter HF“ prüfen. Dieses 3-jährige, vollkommen berufsbegleitend machbare Studium, verschafft Ihnen vertiefte Fachkenntnisse in allgemeiner Betriebswirtschaft (also auch im Rechnungswesen) und öffnet Ihnen viele Möglichkeiten für Ihr berufliches Fortkommen. | | | Nach dem Abschluss der Verkehrsschule Juventus Zürich und Luftverkehrslehre der Swissair habe ich 8 Jahre im Tourismus-Umfeld (inkl. Arbeiten im Ausland mit Führung von 20 Angestellten in einem Callcenter) und 7 Jahre im kaufmännischen Bereich (auch Führungsstelle) gearbeitet. Am liebsten möchte ich zurück in die Tourismusbranche, jedoch ist es schwierig, an eine gute Stelle zu kommen, ohne höhere fachliche Ausbildung. Deshalb denke ich über eine Weiterbildung nach.
Am meisten interessiert mich die Weiterbildung "eidg. dipl. Betriebswirtschafterin HF", da sie einem alle Wege offen lässt. Was raten Sie mir? Was hat der Abschluss HF für einen Stellenwert in der Schweiz, was für einen im Ausland? Gibt es evtl. eine Alternative zu dieser Weiterbildung? |
|---|
| Berater: Nägelin, Beat | Mit einem HF-Studium erlangen Sie eine praktische und generalistische betriebswirtschaftliche Weiterbildung, die Ihnen beruflich sicherlich neue Türen öffnen kann. Der Titel als "Betriebswirtschafterin HF" geniesst in der Schweiz einen ausgezeichnet guten Ruf. Mit einem kurzen Aufbaustudium könnten Sie anschliessend den akademischen Abschluss als Bachelor of Business Administration (BBA) erlangen und haben somit auch international den Anschluss sichergestellt.
Aufgrund Ihrer bereits ausgedehnten Berufs- und Führungserfahrung gilt es zu prüfen, ob Sie nicht anstelle eines HF-Studiums Ihre Weiterbildung über einen Fachausweis und dann mit einem Höheren Fachdiplom abschliessen sollten. Dies könnten damit Ihre Weiterbildungszeit allenfalls verkürzen.
Bitte lassen Sie sich auf jeden Fall weiter beraten und prüfen Sie die Angebote verschiedener Schulen. | | | | Ich bin 19 Jahre alt und habe im Sommer 07 den kaufmännischen Abschluss (Profil E) erfolgreich bestanden. Nun möchte ich in die Immobilienbranche einsteigen, da ich später mal Liegenschaftsbesichtigungen im Ausland durchführen möchte. Was ist für mich am besten geeignet, um in die Immobilienbranche so schnell wie möglich einzusteigen?
|
|---|
| Berater: Nägelin, Beat | Ich würde wie folgt vorgehen:
a) Setzen Sie sich direkt mit Unternehmen der Immobilienbranche in Verbindung und fragen Sie an, ob diese für Sie eine Stelle auf Sachbearbeitungsstufe frei haben. Die Adressen recherchieren Sie am besten via Internet.
b) Kontaktieren Sie den Schweizerischen Verband der Immobilienwirtschaft (www.svit.ch) und bitten Sie dort um Unterstützung für Ihr Anliegen. Diese können Ihnen auch die richtigen Bildungswege aufzeigen.
Inwieweit Sie Ihr Ziel, später im Ausland Liegenschaftsbesichtigungen machen zu können, damit erreichen werden, bleibt jedoch offen. Falls Sie eine Person kennen, welche dieses Berufsziel erreicht hat, sollten Sie sich direkt mit dieser Person in Verbindung setzen und fragen, welchen Karriereweg diese gegangen ist. Vielleicht gelingt es Ihnen, den gleichen Weg zu gehen? | | | | Ich habe das KV Profil E vor knapp 2 Jahren beendet und interessiere mich nun für das FH Studium "Betriebsökonomie". Ich muss hierzu eine Aufnahmeprüfung bestehen. Wie schätzen Sie die Chancen ein, dass ich diese bestehe? Gibt es Erfahrungswerte und wie lerne ich gezielt auf diese Prüfung hin? Zur Info: Ich habe das KV mit Notenschnitt 5.3 abgeschlossen und anschliessend noch 4 Monate in der Westschweiz verbracht, um besser französisch zu lernen. |
|---|
| Berater: Nägelin, Beat | Im Normalfall soll die Zulassung an eine Fachhochschule nur via Berufsmatura bzw. Matura erfolgen. Da ein Nachholen der BM für viele Studierwillige zu aufwendig erscheint und verschiedene FH an zu niedrigen Studentenzahlen leiden, wurden an verschiedenen FH sogenannte Passarellen geschaffen. In der Regel basieren solche Zulassungsbrücken auf einer Aufnahmeprüfung und eines hierfür konzipierten Vorbereitungskurses. Beide Angebote werden von FH zu FH unterschiedlich gehandhabt. In diesem Sinne klären Sie bitte Ihre persönlichen Zulassungsbedingungen am besten direkt mit der FH Ihrer Wahl.
Darf ich Sie als Alternative zum FH-Studium noch auf das Studium an einer Höheren Fachschule für Wirtschaft (HFW) hinweisen? Ein HF-Studium ist im Gegensatz zum FH-Studium praktischer, in drei Jahren berufsbegleitend absolvierbar und führt zum eidgenössischen Titel "Dipl. Betriebswirtschafterin HF". Mit diesem Abschluss haben Sie gleichwertige Berufsaussichten wie mit dem FH-Abschluss und können sich in weiteren Schritten via Ergänzungsstudien zur Bachelor und Master-Absolventin weiterbilden. | | | | Ich habe eine 3-jährige Lehre als Maurer gemacht. Nachdem ich 2 Jahre auf dem erlernten Beruf gearbeitet habe, wollte ich mich kaufmännisch weiterbilden.
Ich beende in Kürze die Handelsschule, die ich berufsbegeitend bei der Klubschule mache. Nun meine Frage: Spielt es eine Rolle auf dem Arbeitsmarkt, welche Handelsschule man besucht hat? Ich habe mir auch andere Handelsschulen angesehen, allerdings unterscheiden sich die Schulen auf den ersten Blick nicht gross voneinander. Die Fächer sind ziemlich identisch. Oder täusche ich mich?
Ist es mir mit dem Handelsdiplom der Klubschulen möglich, eine andere höhere Schule zu besuchen, um beispielsweise ein Höheres Wirtschaftsdiplom zu erreichen? |
|---|
| Berater: Nägelin, Beat | Es steht in der Schweiz jeder Schule frei, eigene Abschlüsse, so z.B. auch Handelsdiplome abzugeben. Damit liegen Laufzeit, Inhalte, Intensität und Vertiefungen solcher Bildungsgänge in der alleinigen Verantwortung der betreffenden Schule. Das Ansehen Ihrer Handelsausbildung und dasjenige der Migros Handelsschule sind damit eng verbunden.
Wie sich Ihr Handelsdiplomabschluss am Arbeitsmarkt bezahlt macht, hängt allerdings auch von Ihrer Person ab, nämlich Ihrem bisherigen beruflichen Werdegang, Ihrer Persönlichkeit, Ihrem Auftritt und Ihren allfälligen Beziehungen zu potenziellen Arbeitgebern, etc.
Der Standard für die kaufmännische Grundbildung in der Schweiz ist der KV-Abschluss. Meines Erachtens sollte sich eine Handelsschule daran orientieren, da auch die weiterführenden Bildungsgänge (wie z.B. derjenige zum Höheren Wirtschaftsdiplom VSK) auf dem ungefähren Niveau eines KV-Diploms aufbauen. Inwieweit die Handelsschule der Migros einem Vergleich mit einem KV-Abschluss standhalten kann, klären Sie am besten mit Ihrer Schule. Zum Schliessen einer allfälligen Lücke gibt es Brückenangebote.
Vor einer Fortsetzung Ihrer kaufmännischen Weiterbildung (nach dem Handelsschulabschluss Migros) sollten Sie sich gut informieren. So könnte für Sie nun allenfalls auch ein Vorbereitungslehrgang für einen eidgenössischen Abschluss interessant sein (z.B. zum Technischen Kaufmann mit eidg. Fachausweis).
Lassen Sie sich von verschiedenen Schulen beraten, vergleichen Sie deren Auskünfte und Angebote und loten so Ihre Möglichkeiten aus. | | | | Ich habe eine berufliche Grundbildung als Schreiner gemacht. Nun mit 35 möchte ich gerne die Handelsschule absolvieren. Unter den verschiedenen Anbietern habe ich nun das Diplom "Handelsdiplom VSH" sowie das Handelsdiplom "edupool.ch" der KV Weiterbildungszentren ausgemacht. Bei gleich langer Ausbildung und für den Laien auf den ersten Blick gleicher Ausbildung, nun meine Frage: Werden diese zwei Diplome als gleichwertig angesehen? Welches Diplom würden sie empfehlen? Was noch aufgefallen und nicht unwesentlich ist, sind die Differenzen bei den Ausbildungskosten von bis zu 2500 Franken. |
|---|
| Berater: Nägelin, Beat | Die Wertigkeit eines Abschlusses richtet sich nach dessen Anerkennung. Hierbei spielen verschiedene Faktoren, wie Inhalte, Trägerschaft, Teilnehmende, Schwierigkeitsgrad, Laufzeit, Ruf der Schule, Anzahl Lektionen und Semester eine Rolle. Rein rechtlich gesehen, könnten Sie sich selbst Zuhause ein Handelsdiplom ausstellen und sich damit Schulbesuch und Schulgeld sparen...
Zum Vergleich zwischen Handelsdiplom VSH und edupool kann ich nur einseitig Stellung beziehen, da ich als Mitarbeiter der HSO befangen bin. Deshalb argumentiere ich nachfolgend nur aus Sicht des VSH:
Das Handelsdiplom VSH orientiert sich am KV-Abschluss, welcher quasi der Standard ist. D.h. ein Träger des VSH-Abschlusses hat die gleichen Ausbildungsinhalte genossen, wie ein KV-Absolvent und kann sich entsprechend auf dem Arbeitsmarkt grundsätzlich für jede KV-Stelle bewerben. Das Handelsdiplom VSH wird seit über 20 Jahren von mittlerweile 40 Schulen abgegeben und ist entsprechend im Markt verankert. Eine VSH-Schule hat sich an die Vorgaben des Verbandes Schweiz. Handelsschulen (siehe www.handelsschulverband.ch) zu halten und wird regelmässig kontrolliert. Nichts desto trotz sind die Spielräume der Schulen gross, und es bleibt dem Interessenten für eine Handelsschule nichts anderes übrig, als sich vor Ort bei den Schulen beraten zu lassen und sich auch vom persönlichen Eindruck leiten zu lassen. Bitte beachten Sie hierbei auch das Gesamtprogramm, d.h. das dem Handelsdiplom nachfolgende Bildungsangebot einer Schule, welches einen Rückschluss auf deren Kompetenz geben kann.
Die unterschiedlichen Schulgelder sind eine Folge der unterschiedlichen Programme und Träger. Bei den VSH-Schulen spielen hierbei nicht nur die Laufzeit des Programms, sondern auch die Anzahl Lektionen ein Rolle. Edupool-Schulen wiederum sind in der Regel staatlich und können sich neben den Schulgeldeinnahmen von Geldern der öffentlichen Hand profitieren. | | | Ich bin 28, habe zuerst die Matura gemacht und bin dann bei einem Grossverteiler unerwartet in ein Förderprogramm reingerutscht und habe noch die Detailhandelslehre nachgeholt sowie das Höhere Handelsdiplom erworben. Zur Zeit arbeite ich als Rayonleiter und bilde mich zum Detailhandelsspezialisten weiter. Ich will allerdings klar basierend auf dieser wertvollen Erfahrung später noch etwas anderes ausprobieren, da ich mich mehr im Marketing oder Einkauf sehe. Nach drei Einladungen, schon einmal in der engeren Wahl, wo ich mich als Sachbearbeiter Einkauf beworben habe, habe ich offenbar noch etwas schwache Karten trotz viel Fronterfahrung, weil es viele interne Beweber gibt mit kaufm. Fähigkeitsausweis und nachweisbarer Praxis, obwohl ich sehr initiativ bin. Grundsätzlich denke ich, ich werde mich entweder weiterbewerben und nicht aufgeben oder zuerst intern oder extern auf eine andere vorübergehende KV-Lösung umsteigen, um mehr Praxis zu sammeln oder sogar nebenberuflich noch Wirtschaft studieren und mich später direkt wieder im Einkauf für eine Kaderfunktion bewerben. Eine Personalberaterin meinte, es fehle mir offenbar lediglich ca. 1-2 Jahre nachweisbare Praxis, an den Grundausbildungen fehle es keineswegs und meine Firma sollte mir mit der Zeit eine Chance anbieten können.
Ich denke, ein zusätzliches kaufm. Zertifikat bringt weniger, da ich ja bald Detailhandelsspezialist sein werde und allgemein in dieser Branche meine Zukunft sehe aber eher als konzeptionell-analytischer Typ und weniger als extravertierter Verkäufer, weil ich noch an andere Stärken in mir glaube.
Für welche kaufmännischen Jobs könnte ich eine Chance haben, wenn ich später das Berufsziel Einkäufer verfolge oder ob gibt es etwas, das zusätzlich meine Chancen erhöht? |
|---|
| Berater: Nägelin, Beat | Zuerst einmal beglückwünsche ich Sie zu Ihrer Initiative. Sie werden Ihren Weg zweifellos machen.
Bekanntlich führen jedoch viele Wege nach Rom. Es spricht auch einiges dafür, dass Sie nach einigen Jahren "Fronterfahrung" nun Einsicht in andere, leitende oder/und sog. rückwärtige Tätigkeitsgebiete erhalten. Ihre neue Tätigkeit könnte neben dem Marketing und dem Einkauf somit z.B. auch in der Logistik, im Rechnungswesen oder sogar im HRM liegen. Wichtig ist, dass Sie Ihre gewonnene Berufserfahrung und die Branchenkenntnisse möglichst gut überführen können.
Da noch offen erscheint, in welche Richtung Sie beruflich gehen werden, empfehle ich Ihnen auch ein Studium an einer Höheren Fachschule für Wirtschaft (HFW) zu prüfen. Sie besuchen während 3 Jahren berufsbegleitend die HFW und schliessen mit dem eidgenössischen Abschluss als Betriebswirtschafter HF ab. Damit erlangen Sie ein generalistisches Managementdiplom, das in der Wirtschaft sehr angesehen ist und Ihnen die Türen zu quasi allen Disziplinen auftut. Der fehlende KV-Abschluss bildet damit eh keine Rolle mehr - und, Sie legen sich auch nicht auf eine bestimmte Tätigkeitsrichtung fest. Folgt dann mit 32-38 ein nächster Karriereschritt, können Sie Ihren Bildungsrucksack mit einem Bachelor- und/oder Masterabschluss komplettieren.
Informationen zum Weiterbildungsprogramm für Einkäufer finden Sie auf der Homepage des Schweiz. Verbands für Materialwirtschaft und Einkauf, www.svme.ch. Bitte lassen Sie sich in jedem Fall durch Bildungsberater (Schule, BIZ, Verbände usw.) weitere Wege aufzeigen. | | | | Ich bin 23 Jahre alt und absolviere momentan das Handelsdiplom VSH (2. Semester). Ausserdem habe ich bereits eine französische Berufsmatur abgeschlossen.
Da mir der Stoff gefällt und ich nach dieser Ausbildung gerne weitermachen würde, frage ich mich, ob das Höhere Wirtschaftsdiplom VSK für mich geeignet wäre? Hat man mit diesem Abschluss bessere Aussichten auf dem Arbeitsmarkt? Wird dieses Diplom auch wirklich höher eingestuft als das KV? |
|---|
| Berater: Nägelin, Beat | Mit dem VSH-Abschluss haben Sie kaufmännisch die gleichen Inhalte und die gleiche fachliche Vertiefung, wie bei einem KV-Abschluss (E-Profil). Allerdings fehlen bei der berufsbegleitenden Handelsschule die Sprachfächer Englisch und Französisch. In Ihrem Fall, können Sie Ihre Sprachkompetenz jedoch anhand Ihrer franz. Matur belegen.
Die HWD-Ausbildung ist eine Kaderausbildung, die sich über dem KV-Abschluss positioniert. In der KV-Ausbildung haben Sie z.B. keine Führungslehre. Das HWD ist somit zweifellos über einen KV-Abschluss zu setzen.
Inwieweit die inhaltliche „Höherstellung“ des HWD bei Ihnen zum Tragen kommen kann, hängt jedoch primär von Ihrer Berufserfahrung ab und weniger von der Ausbildung selbst! Haben Sie z.B. bereits eine kaufmännische Stelle, könnten Sie darauf aufbauen. Ist dies nicht der Fall, stellt sich die Frage, ob Sie nicht zuerst mit dem VSH-Abschluss eine kaufmännische Stelle auf Stufe Sachbearbeitung/Sekretariat suchen und erst dann – nach 1-2 Jahren Büropraxis – wiederum in einen weiterführenden Lehrgang, z.B. zum HWD einsteigen.
Nochmals, mit dem VSH-Abschluss können Sie sich (aus rein schulischer Sicht) selbstbewusst auf jede Stellenausschreibung melden, für die eine KV-Absolventin gesucht wird. | | | Bank- und Finanzausbildung für Mittelschulabsolventen/-absolventinnen
Zur Zeit absolviere ich die verkürzte KV-Lehre (A-Profil), LAP im Sommer 08. Vor 2 Jahren war es mir nicht möglich, die 3-jährige KV-Lehre zu absolvieren, da ich mich hängen liess, und lauter schlechte Noten schrieb.
Nun möchte ich mich weiterbilden, da ich mit dem A-Profil nichts anfangen kann, und da auch nicht stehen bleiben möchte, ich interessiere mich sehr für die Bank- und Finanzausbildung für Mittelschulabsolventen/-absolventinnen welche zum Beispiel die UBS anbietet. Die Anforderungen sind diese: Matura oder eidgenössisch anerkanntes Handelsdiplom.
Nun, was ist genau mit dem Handelsdiplom gemeint? Ich wäre auch bereit, die Berufsmaturität nachzuholen, ich bin sehr motiviert, da ich auf dem A-Profil keineswegs bleiben möchte. Kann ich mit dem A-Profil die BM nachholen? |
|---|
| Berater: Nägelin, Beat | Ich beglückwünsche Sie zu Ihren Bemühungen um ein Weiterkommen! Auch wenn vielleicht noch nicht ganz klar ist, wie es weitergehen kann, werden sich Ihnen nach und nach schon die richtigen Türen auftun. Sie müssen hierfür jedoch beharrlich Auskünfte bei verschiedenen Stellen einholen und allenfalls davon überzeugen, dass Sie gewillt sind, Ihre Leistungen zu bringen.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Attest-Abschluss KV (A-Profil) mit weiterführenden kaufmännischen Abschlüssen zu ergänzen.
So können Sie z.B. Ihre Ausbildung mit einem kaufmännischen Fähigkeitszeugnis (KV B- oder E-Profil) ergänzen. Welche Bedingungen Sie hierfür erfüllen müssen, klären Sie am besten gleich mit dem Mittelschul- und Berufsbildungsamt Ihre Wohnkantons. Die Adresse für Zürich finden Sie unter www.mba.zh.ch. Ebenso sollten Sie bei Ihrem heutigen Lehrbetrieb klären, ob diese Sie - für eine Ergänzung Ihrer Lehrzeit - weiterhin als Lernenden zu behalten bereit sind.
Ebenso sollten Sie eines der Berufsinformationszentren (BIZ) besuchen, wo Ihnen das reichhaltige Bildungsangebot gesammelt vorgestellt werden kann. Die Adressen finden Sie unter www.svb-asosp.ch/bb/.
Eine Alternative könnte auch sein, dass Sie sich Ihren KV-Abschluss mittels Besuch einer Tageshandelsschule mit Praktikum holen. Allerdings müssten Sie für diesen Ausbildungsweg Schulgeld aufbringen. Wie Sie in solch eine Programm einsteigen können, sollten Sie im Gespräch mit einer Schule Ihrer Region klären. Unter www.handelsschulverband.ch finden Sie ein Adressverzeichnis. | | |
Sie haben Fragen zu Aus- und Weiterbildung?- Nutzen Sie die kostenlose Bildungsberatung von karriere.ch. - Hier finden Sie weitere Informationen zum Lehrgang Betriebswirtschafter HF
|
|