Beratung: Organisation und Projektmanagement (Höhere Berufsbildung und Hochschulstufe)

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Ich bin im Besitz einer 3jährigen Berufslehre als Bäcker-Konditor sowie einer 1jährigen Handelsschule ( berufsbegleitend ). Arbeite seit 7 Jahren bei der Post und bin seit einem Jahr Fillialleiter einer Kleinpoststelle. Ich habe Interesse mich weiterzubilden im Bereich eines eidg. Ausweises. Ist es möglich, aufgrund meiner Ausbildungen folgende Weiterbildungen in Betracht zu ziehen: Führungsfachmann / Verkaufskoordinator / Organisator? Oder hätten Sie noch eine andere Idee, die ich in Betracht ziehen könnte?
Berater: Widmer, Diana
Zulassung Verkaufskoordinator:
Ich kann mir gut vorstellen, dass Sie dank Ihrer beruflichen Erfahrung als Filialleiter zu den Prüfungen als Verkaufskoordinator zugelassen werden, auch wenn Sie nicht auf den Buchstaben genau die schulischen Bedingungen erfüllen.
Zulassung Führungsfachmann:
Mit 7 Jahren Berufserfahrung sollten Sie die Zulassungskriterien eigentlich erfüllen, jedenfalls wenn Sie als Filialleiter (und davon gehe ich aus) auch während mindestens 1 Jahr Mitarbeitende geführt haben.
Zulassung Organisator:
Auch hier sollten Sie dank Ihrer langjährigen Berufserfahrung eigentlich gute Chancen haben zur Prüfung zugelassen zu werden.
Klären Sie aber in allen Fällen vorab bei der Prüfungskommission Ihre Zulassung ab. Die Webadressen der Prüfungsträger finden Sie auf Eduscout Jeweils beim entsprechenden Abschluss.
Welche anderen Weiterbildungen in Betracht kommen, ist aus der Ferne schwierig zu beantworten - es gibt so viele verschiedene Möglichkeiten. Wenn Sie sich innerhalb der Post weiterentwickeln möchten, könnte auch eine interne Weiterbildung, allenfalls kombiniert mit einem eidg. Abschluss in Frage kommen. Wenn Sie sich weg von der Post entwickeln möchten, würde wahrscheinlich eine Laufbahnberatung Sinn machen. Erste Informationen zu solchen Überlegungen finden Sie auch auf Eduscout im Bereich Laufbahn (www.eduscout.ch/Ratgeber/Laufbahn%20(Tipp).asp?Ausgangslage=5).
 
Ich bin dipl. Architekt ETH mit ca. 6,5 Jahren Berufserfahrung in den verschieden Bereichen der Architektur (Entwurf, Planung, Ausführung, Bauleitung). Aufgrund einer neuen Herausforderung (Gesamtleitung eines Grossprojekts) suche ich eine entsprechende Zusatzausbildung in Richtung Projektmanagement.
Die Ausbildung sollte branchenneutral sein, da ein möglicher Branchenwechsel abzusehen ist. Mir ist es wichtig eine fundierte Audbildung zu geniessen, deren Diplome national wie international anerkannt sind.
Berater: Widmer, Diana
Bei Ihren Anforderungen (branchenneutral, international anerkannt) gibt es eigentlich nur eine Antwort: die Lehrgänge, die zu einem IPMA-Diplom führen. IPMA steht für International Project Management Association und führt seit rund 40 Jahren Prüfungen auf verschiedenen Stufen zu Projektmanagement durch. Informationen zu diesen Prüfungen und den verschiedenen Leveln finden Sie unter www.ipma.ch/certification/Pages/default.aspx (in englischer Sprache) oder auf deutsch:
Level D (= tiefster Level): www.eduscout.ch/Grund-%20und%20Weiterbildung/Abschluss.asp?Nummer=49
Level C: www.eduscout.ch/Grund-%20und%20Weiterbildung/Abschluss.asp?Nummer=48
Level B: www.eduscout.ch/Grund-%20und%20Weiterbildung/Abschluss.asp?Nummer=47
Level A: www.eduscout.ch/Grund-%20und%20Weiterbildung/Abschluss.asp?Nummer=46
 
Ich werde das nächste Jahr die Ausbildung als Pflegefachfrau HF abschliessen. Gibt es Möglichkeiten, Medizin zu studieren? Wenn ja, wie muss ich Vorgehen?
Berater: Widmer, Diana
Für die Zulassung an die Universität benötigen Sie nach wie vor eine Maturität. Für die Zulassung an die medizinische Fakultät ist zudem ein Eignungstest notwendig. Informationen dazu finden Sie auf der Webseite der Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten: www.crus.ch/deutsch/Med/. Selbst wenn Sie also als Pflegefachfrau bereits sehr gute Vorkenntnisse mitbringen, kommen Sie leider nicht darum herum, die Matura nachzuholen.
 
Ich arbeite seit über 10 Jahren als Pflegefachfrau HF. Vor Kurzem übernahm ich die Funktion als Stv. Pflegeleitung und frage mich nun, welche Fortbildungsmöglichkeiten ich habe. Am liebsten würde ich ein NDS in Leadership und Managment machen. Welche Möglichkeiten gibt es für die Zukunft mit dieser Weiterbildung? Habe ein Diplom als Pflegefachfrau und ein FA in Intensivpflege. In den Anmeldformularen steht, dass man betriebswirtschaftliche Kenntnisse und das Diplom einer Höheren Fachschule mitbringen muss. Das zweite erfülle ich, doch das erste kann ich nicht so richtig einordnen. Können Sie mir Auskunft geben?
Berater: Widmer, Diana
Bei den Nachdiplomstudien haben die Schulen immer die Möglichkeit, Studierende "sur dossier" aufzunehmen, auch wenn nicht alle Voraussetzungen erfüllt sind. Das heisst, dass die Schule aufgrund Ihrer Berufserfahrung und Vorbildung entscheidet, dass Sie dennoch am Kurs teilnehmen können.
Was die Schulen genau unter "betriebswirtschaftlichen Kenntnisse" versteht, ist für mich auch nicht nachvollziehbar. Es ist möglich, dass damit das Niveau eines KV-Abschlusses gemeint ist, kann aber auch eine Weiterbildung auf Stufe höhere Fachschule Wirtschaft bedeuten. Sprechen Sie mit der Schule, welche Kenntnisse vorausgesetzt werden. Oft ist es möglich, dass Sie vor Studienbeginn anhand von Fach-Literatur und Lehrmitteln gewisse Lücken schliessen können. Die Schule, bei der Sie dieses NDS gesehen haben, kann Ihnen am besten Auskunft geben, was erwartet wird.
Es gibt übrigens auch einen Fachausweis Führungsfachfrau, der Sie interessieren könnte. Die Ausbildung setzt sich aus den beiden Teilen Management-Basiskompetenz (www.eduscout.ch/Grund-%20und%20Weiterbildung/Abschluss.asp?Nummer=51) und Leadership-Basiskompetenz (www.eduscout.ch/Grund-%20und%20Weiterbildung/Abschluss.asp?Nummer=50) zusammen. Diese beiden Teile können unabhängig voneinander besucht und abgeschlossen werden.
 
Habe einen Hochschulabschluss in Geisteswissenschaft (lic. phil. 1) und ca. 2 Jahre Berufserfahrung. Brauche für meinen jetzigen Beruf Know-how für persönliche Arbeitsorganisation und Projektmanagement. Gleichzeitig will ich mich qualifizieren für eine allfällige nächste Aufgabe (möglichst branchenneutral, evt. NPO-Bereich). Mein BWL-Wissen beschränkt sich auf eine Schnellbleiche von einigen Monaten, welche auch schon über 10 Jahre her ist und einer Auffrischung bedürfte.

Zur Auswahl sehe ich derzeit
1. KV-Kurs in PM mit SIZ-Abschluss (1 Semester)
2. Kaderschule HF-NDS in Projektmanagement (2 Semester)
3. FH-Zertifikat Nachdiplomkurs PM (3 Semester) (phw).

Meine Fragen:
a) Was ist Projektleiter SIZ wert?
b) Ist SIZ viel weniger wert als 2.? Wie wird das von künftigen Arbeitgeber bewertet? Wie verhalten sich "dipl. Projektleiter HF-NDS" und "Projektleiter SIZ" zueinander?
c) Was bringt mir, da bereits ein Hochschulabschluss vorhanden ist, 3. mehr als 2.? (Nachteil an 3 wäre für mich, dass ich erst nach 2 Semestern BWL als Vertiefungsrichtung PM wählen könnte, ich das PM-Wissen aber möglichst bald brauche, um es anzuwenden.)
d) Sind Ihnen weitere berufsbegleitende Möglichkeiten bekannt?
Berater: Widmer, Diana
Ihre Fragen sind schwierig zum Beantworten, vor allem weil wir ja möglichst neutral Auskunft geben:

a) Projektmanagement SIZ: ist branchenneutral und bietet vor allem auch einen Anschluss an die international anerkannten Projektmanagement-Zertifikate des IPMA. Eine IPMA-Prüfungen (Level D oder C) könnte eine weitere Alternative für Sie sein, wenn Sie in einem internationalen Umfeld tätig sind. Sie benötigen keine besonderen betriebswirtschaftlichen Kenntnisse (werden auch nicht geprüft), so dass Sie sich für diese Lehrgänge qualifizieren. Die IPMA-Lehrgänge sind tendenziell höher einzustufen, wobei „SIZ“ in der Schweiz in vielen Betrieben im Moment noch besser bekannt ist als IPMA. SIZ wird allerdings auch sehr stark mit Informatik-Ausbildungen in Verbindung gebracht.

b) NDS-HF Kaderschule: bei dieser Ausbildung werden explizit betriebswirtschaftliche Kenntnisse vorausgesetzt – Ihre 10 Jahre alte Schnellbleiche qualifiziert wahrscheinlich nicht dafür, der Anbieter kann Sie aber auch aufgrund Ihres Dossier in den Kurs aufnehmen. Rein von der Bildungsstufe her, müsste dieser Abschluss höher einzustufen sein, allerdings ist er sicher weniger bekannt als die IPMA- oder SIZ-Prüfungen (da es sich um einen Schulabschluss handelt).

c) NDS der PHW: dieses Studium hat als grössten Vorteil, dass es ein Fachhochschul-Abschluss ist (und damit nochmals eine Bildungsstufe über dem NDS-HF steht). Ein weiterer Vorteil: Sie können sich gleichzeitig auf die IPMA-Prüfungen vorbereiten. Dass Sie erst 2 Semester BWL studieren müssen, scheint mir in Ihrem Fall auch ein erheblicher Nachteil zu sein.

d) Weitere berufsbegleitenden Möglichkeiten:
Wie bereits angetönt, sind das die IPMA-Prüfungen (www.eduscout.ch/Grund-%20und%20Weiterbildung/Abschluss.asp?Nummer=49 für die unterste Stufe bzw. www.eduscout.ch/Grund-%20und%20Weiterbildung/Abschluss.asp?Nummer=48 für die zweite Stufe). Diese Prüfungen setzen sich vor allem auch in grösseren Firmen (interne Schulung) immer mehr durch.
Falls Ihnen zusätzliches betriebwirtschaftliches Wissen wichtig ist und Sie keinen Abschluss als „Projektmanager“ zwingend brauchen (sondern nur Basiswissen, um Projekte effizient mitzugestalten), möchte ich Sie noch auf die Management-Module der Führungsausbildung SVF hinweisen: Bei dieser Ausbildung erarbeiten Sie sich betriebswirtschaftliche Kenntnisse, wie Sie sie später allenfalls in einer Führungsfunktion benötigen. Projektmanagement ist dabei eines der sechs Module (Recht, Organisation, Betriebswirtschaft, Personalwesen).
 
Ich bin dipl. Ergotherapeutin mit Leitungsfunktion und habe vor einem Jahr ein betriebswirtschaftliches Nachdiplomstudium abgeschlossen mit Vertiefungsrichtung Dienstleistungsmanagement (NDS Dienstleistungsmanagement FH an der PHW Zürich). Nun arbeite ich zum Teil als Projektmitarbeiterin und betreue Projekte, die vor allem die Ablauforganisation betreffen. Die Richtung Organisation und Projektbetreuung interessiert mich grundsätzlich schon und ich sähe mich eigentlich eher in Richtung Beratungsfunktion oder Stabsstelle innerhalb eines Betriebs. Nun habe ich das Problem, dass ich nicht so richtig aus meinem angestammten Gebiet (Spitalwesen/Therapie) herauskomme, da ich von meiner Grundausbildung her aus einer Nische komme. Mit welcher weiteren Ausbildung könnte ich mein Fachwissen so erweitern, dass ich nicht mehr länger auf meine Grundausbildung reduziert werde? Dabei sind mir diverse Möglichkeiten in den Sinn gekommen (Vollzeit MBA an HSG, eidg. dipl. Organisator). Vielleicht können Sie mir ja noch einen Rat geben?
Berater: Brauchle, Andreas
Ich gehe von der Ausgangslage aus, dass Sie sich beruflich mit einer entsprechenden Weiterbildung neu orientieren wollen. Dabei soll die zu erstrebende Ausbildung nicht zu spezialisiert sein, sondern Ihnen ein möglichst breites Spektrum an beruflichen Möglichkeiten bieten. Aus Ihrer bisherigen Berufstätigkeit als Ergotherapeutin ist die Leitungsfunktion hervorzuheben.

Eine MBA-Ausbildung sehe ich als überteuert an, rund CHF 50'000.-, die Angebote der einzelnen Schulen variieren stark. Diese ermöglicht aber den Direkteinstieg auf Abteilungsleiterebene, was vom betreffenden Betrieb (Grösse, Struktur) abhängig ist. Der Titel «eidg. dipl. Organisator» besitzt Allrounder-Charakter. Er ist aber meiner Meinung nach momentan nicht mehr auf dem neuesten Stand. Eine Ausbildung mit einem sog. «Generalisten-Diplom» ist meiner Meinung nach in Ihrem Fall anzustreben.
Ich empfehle Ihnen die Ausbildung in zwei Schritten vorzunehmen:
1. Projektleiter/in SIZ/IPMA
2. Führungsfachmann/Führungsfachfrau mit eidg. Fachausweis

Die Ausbildung Projektleiter/in SIZ/IPMA führt Sie zu den Diplomen zertifizierter Projektassistent (IPMA Ebene D) oder bei Ihrer Projekterfahrung zum zertifizierten Projektleiter (IPMA Ebene C). Ein Eignungstest mit 25 Fragen kann Ihnen die Entscheidung erleichtern, ob Sie sich für den Projektassistenten (IPMA Ebene D) oder für den Projektleiter (IPMA Ebene C) entscheiden sollen. Die beiden Hauptgebiete sind Projektmanagement und Organisation, auf die in der Ausbildung zum Projektleiter/in SIZ/IPMA grosses Gewicht gelegt wird. Diese beiden Module sind ebenfalls in der Ausbildung zum Führungsfachmann/Führungsfachfrau mit eidg. Fachausweis enthalten, die Ausbildungszeit würde sich entsprechend verkürzen.

In einem zweiten Schritt (nach 6 Monaten) könnten Sie mit der Ausbildung zum Führungsfachmann/ Führungsfachfrau mit eidg. Fachausweis beginnen. Hauptmeilensteine sind die beiden SVF-Module Management und Leadership, die mit entsprechenden Modulprüfungen abgeschlossen werden können. Ein Vernetzungsmodul würde Sie zum eidg. Fachausweis führen. Diese Ausbildung dauert genau ein Jahr, mit dem Projektleiter/in SIZ/IPMA insgesamt 1.5 Jahre.

Mit diesen beiden aufeinander abgestimmten Ausbildungen steht Ihnen ein breites Spektrum an Möglichkeiten offen, dies in Anbetracht Ihrer Basiskompetenzen Führung, Projektmanagement und Organisation.
 
Ich habe in diesem Jahr den eidg. dipl. Organisator abgeschlossen und arbeite seit 6 Jahren als selbstständiger Unternehmensberater und Projektmanager. Projekterfahrung habe ich in den letzten 10 Jahren im Bereich Investment Banking gesammelt und möchte mich jetzt neu orientieren. Nun stellt sich mir die Frage, welche Weiterbildungsmöglichkeiten es aufgrund meines Abschlusses und meiner Arbeitserfahrung gibt. Können Sie mir mitteilen wo ich entsprechende Informationen finde?
Berater: Brauchle, Andreas
Aufgrund Ihrer Erfahrung im internationalen Bankenumfeld schlage ich Ihnen eine Zertifizierung als Projektleiter vor, die international anerkannt und bekannt ist. Eine nationale Zertifizierung bei der SIZ (www.siz.ch) oder die IPMA Ebene D ((www.ipma.ch) wäre, da Sie bereits über langjähige Projekterfahrung verfügen, nicht angemessen.

Ich empfehle Ihnen daher, direkt in die IPMA Ebene C einzusteigen. Folgend ein Auszug der Webseite des VZPM (www.vzpm.ch). Eine branchenneutrale Weiterbildung zum Projektleiter bietet sich für Sie an, da Sie als Organisator über ein breites Wissen verfügen.
 
 

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