Beratung: Immobilien (Höhere Berufsbildung und Hochschulstufe)

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Zuletzt gestellte Fragen

Wo ist es möglich in der Schweiz eine Ausbildung zur Immobilienkauffrau/-assistentin zu machen? Ich habe bereits bei einigen Maklern nachgefragt, jedoch bietet kein Unternehmen eine Ausbildungsstelle an.
Berater: Widmer, Diana
Ich bin nicht ganz sicher, ob Sie eine Grundbildung (Lehre) oder eine Weiterbildung meinen. Im ersteren Fall machen Sie eine Kaufmännische Lehre in einer Immobilienverwaltung mit der Branche Treuhand/Immobilien. Diese Lehre nach der obligatorischen Schulzeit dauert 3 Jahre. Lehrstellen finden Sie in den kantonalen Lehrstellennachweisen (lena).
Wenn Sie bereits eine Grundbildung absolviert haben und den Einstieg in die Immobilienbranche suchen, gibt es Einsteigerkurse, zum Beispiel bei den KS Kaderschulen in Zürich und St. Gallen www.kaderschulen.ch/verkaufsleiter-marketingplaner/haupt-nv2095-spr1.htm oder bei Feusi in Bern www.feusi.ch/angebot/weiterbildung-und-management/. Anschliessend haben Sie auf Stufe Sachbearbeiter/in, Fachausweis und Diplom verschiedene Möglichkeiten, sich im Immobilienbereich zu qualifizieren - spätestens für den Fachausweis benötigen Sie dann auch Berufserfahrung im Immobilienbereich.
 
Ich habe Hochbauzeichner gelernt und 8 Jahre Berufserfahrung als Sachbearbeiter in der eidg. Bundesverwaltung. Wie kann ich Immobilienbewirtschafter werden?
Berater: Widmer, Diana
Sie können sich in einem ersten Weiterbildungsschritt auf die Basiskompetenz-Prüfung vorbereiten und anschliessend die Berufsprüfung Immobilienbewirtschafter (eidg. Fachausweis) anstreben.
Welche weiteren Berufs-/Weiterbildungsfelder für Sie in Frage kommen, kann ich Ihnen nicht sagen. Ich empfehle Ihnen, dass Sie sich professionell bei einer Berufs-/Laufbahnberatung beraten lassen, wo aufgrund Ihrer Stärken und Schwächen, Vorbildung und Berufsberatung ein kompetente Beratung möglich ist.
 
Nach Abschluss der 3-jährigen Handelsmittelschule habe ich einige Jahre Praxiserfahrungen sammeln können. In Zukunft strebe ich eine Anstellung als Immobilien-Sachbearbeiterin oder sogar als Immobilienverwalterin (bwz. Immobilienbewirtschafterin) an. Welche Bildungswege wären hierfür genau notwendig? Habe ich mit meiner Vorbildung überhaupt Chancen, einen Job in der Branche zu bekommen?
Berater: Widmer, Diana
Im Bereich Weiterbildung im Immobiliensektor gibt es auf Stufe Fachausweis die folgenden Möglichkeiten:
- Immobilienverwalter/in (mehr Informationen unter: www.eduscout.ch/Grund-%20und%20Weiterbildung/Abschluss.asp?Nummer=93)
- Immobilienschätzer (mehr Informationen unter: www.eduscout.ch/Grund-%20und%20Weiterbildung/Abschluss.asp?Nummer=95)

Für beide Ausbildungen bringen Sie die schulischen Voraussetzungen zweifelsohne mit. Wie es mit der Berufspraxis aussieht und wie gross die Chancen sind, eine Stelle zu finden, können wir nicht beurteilen - dazu kennen wir den entsprechenden Stellenmarkt zu wenig genau. Aber Ihre Vorbildung ist grundsätzlich sicher in Ordnung, wenn Sie eine Stelle in der Immobilienbranche suchen.
 
Ich habe folgende Ausbildungen absolviert: Kaufmännische Banklehre und eidg. dipl. Bankfach-Experte (Richtung Kommerz - 3.5 Jahre Schulzeit).
Ich kann folgende Erfahrung vorweisen: 7 Jahre Assistenzfunktion in der Kreditanalyse und 3 Jahre Kreditspezialistenfunktion in der Kreditanalyse, vorwiegend Immobilienfinanzierungen, Bauunternehmungen und private Promotoren. Hauptsächlich Bauprojekt-Finanzierungen und Immobilien-Käufer und -Verkäufe. Zudem habe ich Erfahrung in der Immobilienbewertung aufgrund Basisdaten und Fotos. Ich habe also eine langjährige Erfahrung in der Immobilienfinanzierung und -bewertung.
Mein Ziel ist der eidg. dipl. Immobilientreuhänder. Was bestehen für mich für Möglichkeiten und was wird mir vom eidg. dipl. Bankfach-Experten an die neue Schule angerechnet?
Berater: Eduscout
Am besten und sichersten lassen Sie Ihre Zulassung beim Prüfungsträger schriftlich abklären, da Sie so sicherstellen, dass Sie sich auf die Angaben verlassen können (die Prüfungsträger haben den nötigen Spielraum, um Ausnahmen zu bewilligen). Sie finden alle Angaben dazu unter www.svit.ch im Bereich „Prüfungen“.
Übrigens: bei den eidgenössischen Prüfungen (eidg. Diplome und Fachausweise) steht es Ihnen frei, wie Sie sich auf die Prüfung vorbereiten. D.h. ein Schulbesuch ist nicht vorgeschrieben, empfiehlt sich aber in der Regel, da die Schulen die Prüfungsanordnung kennen und Ihnen wertvolle Tipps liefern können.
 
Mein bisheriger beruflicher Werdegang: Berufslehre als Elektrozeichner mit anschliessender berufsbegleitender, kaufmännischer Zusatzausbildung. Nach 1 1/2 Jaren als Elektrozeichner sowie einem Jahr als techn./kaufm. Angestellter arbeite ich nun seit 2 1/2 Jahren in einer Firma der Bau- und Immobilienbranche. In dieser Tätigkeit betreue ich u.a. die Mietliegenschaften im Bereich Wohnen dieser Firma.
Da ich mich verstärkt in die Immobilienbranche ausrichten möchte, plane ich nun den Lehrgang "Immobilien-Bewirtschaftung FA". Daher setze ich mich zurzeit mit folgenden Fragen auseinander: Wie ist der Fachausweis "Immobilien-Bewirtschaftung" in der Praxis anerkannt? Gibt es bessere Alternativen? Ist es richtig, dass dieser Lehrgang den ehemaligen "Immobilien-Verwalter" ersetzt? Welche Weiterbildungen stehen mir mit einem solchen Fachausweis offen, kriegt man eine Zulassung zum Studiengang der Immobilienökonomie oder wie gehe ich am besten vor, wenn ich ein solches Studium anstrebe?
Berater: Salina, Franco
Die Organisation der Immobilienausbildung in der Schweiz befindet sich derzeit in einer Neugestaltung. Neu ist, dass der Fachausweis in den Vertiefungsrichtungen Immobilien-Bewirtschafter, -Bewerter, -Vermarkter und -Entwickler nur noch in einer zweistufigen Ausbildung zu erreichen ist.
Die erste Stufe, die Basiskompetenz, ist eine allgemeine Grundausbildung für Immobilientätige aus allen Bereichen und schliesst mit einer eidg. Zwischenprüfung ab. Das Bestehen dieser Zwischenprüfung bildet die einzige Bedingung, um an den Vertiefungslehrgängen teilzunehmen. In der ersten Stufe mit ca. 14 Fächern ist eine grosse Lernleistung notwendig, um die Zwischenprüfung zu bestehen. Neben dem berufsbegleitenden Unterricht von ca. 8 Lektionen pro Woche, ist ein zusätzlicher Lernaufwand von mindestens 8 Stunden pro Woche zu berücksichtigen.
Die Vertiefungsrichtungen werden im Frühling 2007 erstmalig durchgeführt. Um gute Aussichten für das Bestehen der Fachprüfungen zu haben, ist eine genügende Berufserfahrung ratsam.
Der "neue" Immobilien-Bewirtschafter wird in der Praxis aufgrund der breiteren Basisausbildung einen etwas höheren Stellenwert als der "alte" Immobilien-Verwalter einnehmen. Die Bewirtschafterausbildung ersetzt die Verwalterausbildung.
Falls ihr Fernziel ein Nachdiplomstudium an einer Fachhochschule (z.B. als Immobilienökonom) ist, wird es notwendig sein, zuerst die Basiskompetenz, danach zwei Vertiefungsrichtungen mit Fachausweis und anschliessend die Immobilien-Treuhänderprüfung abzulegen. Diese Ausbildungen umfassen eine ca. 4 bis 5-jährige berufsbegleitende Ausbildung und das Bestehen sämtlicher Prüfungen. Die Immobilien-Treuhänderprüfung bildet danach eine Aufnahmemöglichkeit in die FH-Nachdiplomstudienlehrgänge der Immobilienausbildungen. Eine direkte Alternative zu den beschriebenen Lehrgängen wird es für Sie nicht geben. Diese Kurse werden von drei Schulen in der Schweiz angeboten (Realis, Feusi Bern, KS Kaderschulen Zürich und St.Gallen).
Aufgrund meiner Erfahrung aus dem in diesem Jahr erstmalig durchgeführten Basiskompetenzkurs sowie aufgrund der Tragweite Ihrer Entscheidung, zukünftig in der Immobilienbranche zu arbeiten und sich weiterzubilden, erachte ich eine persönliche Beratung als notwendig und ratsam.
 
 

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