Beratung: Didaktik (Höhere Berufsbildung und Hochschulstufe)

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Zuletzt gestellte Fragen

Ich verfüge nebst 3-jähriger kaufmännischer Ausbildung/Handelsschule über eine eidgenössische Matur, ein Diplom in Krankenpflege HF mit Management-Weiterbildung (HöFa) und ein Nachdiplomstudium als Medizininformatiker FH NDS. Hinzu kommt das 1. Propaedeutikum (Vorklinik) als Student der Medizin. Berufserfahrung: Verlagslektorat (4 Jahre), Pflegefachmann/Pflegedienstleiter (7 Jahre) und Medizininformatiker (5 Jahre). Immer öfter werde ich als Lehrbeauftragter angefragt und möchte ein entsprechendes Zertifikat erwerben. Was würde sich als Einstieg eignen? Zertifikat SVEB 1?
Berater: Widmer, Diana
Das Zertifikat SVEB 1 ist in Ihrem Fall sicher eine gute Entscheidung - dieses Zertifikat ist anerkannt und Sie können darauf auch aufbauen zum Beispiel in Richtung Fachausweis Ausbilder/in.
Neben der SVEB 1 Ausbildung gibt es auch auf Fachhochschul-Stufe CAS, DAS oder MAS, die Ihnen das nötige Rüstzeug bieten können. Ein Anbieter dafür ist z.B. die Frey Akademie mit dem CAS in Unterrichtsgestaltung und Curriculumentwicklung.
 
Ich bin seit 2 Jahren als dipl. Ernährungsberaterin HF tätig und schliesse demnächst das SVEB 1 ab. Gerne würde ich ganz einfach aus persönlichem Interesse die weiteren Module anhängen um den Fachausweis Ausbilder/in zu erlangen. Die sehr starke Motivation reicht mir aber dennoch nicht ganz aus. Ich wüsste gerne mehr über die beruflichen Perspektiven, die mir der Abschluss bieten kann. Könnte es z.B. eine Hilfe sein, wenn ich ein Studium im Bereich Kommunikation anstrebe? Und wäre ich nach Abschluss befähigt auch auf einem anderen Gebiet als das der Ernährung tätig zu sein?
Berater: Widmer, Diana
Für ein Studium in Kommunikation an einer Fachhochschule benötigen Sie normalerweise eine Berufsmaturität oder vergleichbare Ausbildung (allenfalls in Kombination mit einer Aufnahmeprüfung). Ein Fachausweis als Ausbilder/in bringt Ihnen da ziemlich sicher nicht sehr viel; um sicher zu gehen müssten Sie aber direkt bei den Fachhochschulen anfragen, die einen solchen Studiengang anbieten.
Ausbilder/innen arbeiten in der Regel in einer Schule oder in der betrieblichen Aus-/Weiterbildung (z.B. in der Personalentwicklung) und entwickeln und leiten selbstständig Kurse für Erwachsene im Fachgebiet. Wie gut Ihre Chancen mit dem Fachausweis sind, die Branche zu wechseln, hängt daher stark davon ab, in welchen anderen Fachbereichen Sie Ihre Stärken haben.
Wenn Sie einen Berufswechsel ins Auge fassen, empfehle ich Ihnen, Ihre Fähigkeiten und Wünsche genau zu analysieren. Ideen und Tipps dazu finden Sie auch auf www.eduscout.ch/Ratgeber/Laufbahn%20%28Ausgangslage%29.asp.
Allenfalls kann Ihnen auch eine Laufbahnberatung weitere Impulse verleihen.
 
Seit sieben Jahren arbeite ich als Dipl.-Ing. (FH) Fachbereich Elektrotechnik in der Abteilung Service bei einer Medizintechnik-Firma. Unter anderem muss ich dabei Ärzte und Techniker in die Bedienung und komplexe Technik der Geräte einweisen. Diese Einweisung dauert i.d.R. zwischen ein bis zwei Wochen mit bis zu 15 Teilnehmern. Jetzt würde ich mich auf diesem Gebiet gerne perfektionieren und einen entsprechenden Befähigungsnachweis erbringen, um mich später besser weiterorientieren zu können. Welchen berufsbegleitenden Weg würden Sie mir empfehlen?
Berater: Aretano, Rosaria
Wenn es sich um erstes didaktisch-methodisches "Handwerkszeug" handelt, ist das Zertifikat SVEB 1 eine erste eidg. anerkannte Qualifizierung. Mehr hierzu siehe auch unter: www.alice.ch/001alc_0205_de.htm. Da gibt es ganz viele Bildungsinstitutionen, welche die Ausbildung anbieten. Da Sie einen Fachhochschulabschluss haben, wäre eine weitere Möglichkeit, die allerdings etwas länger dauert, aber auch eine anderes Niveau anstrebt, ein Nachdiplomstudium im methodisch-didaktischen Bereich zu besuchen. Hier gibt es verschiedene Angebote bei unterschiedlichen Institutionen. Hier nur einige aufgezählt: NDS beim IAP Zürich NDS Educational Design bei der Frey Akademie AG NDS an der Uni Bern etc. Die Wahl hängt sehr vom Vertiefungsniveau ab, das Sie anstreben. Und je nach Angebot ist der Anteil "Bildungsmanagement" dann auch mehr oder weniger berücksichtigt.
 
Ich habe nach meiner Matura das KV nachgeholt und dann die Fachhochschule für Wirtschaftsökonomie abgeschlossen und arbeitete 2 Jahre lang in einer Firma, in der ich das Marketing aufbaute und die Buchhaltung machte. Nun würde ich gerne nebenbei Abendkurse im kaufmännischen Bereich geben und Berufsschulunterricht, ebenfalls im KV. Dies vorallem in den Gebieten Wirtschaftsgeografie, Buchhaltung, Betriebskunde, Staatskunde und Rechtskunde. Welche Weiterbildung könnte ich machen um dies zu erreichen? Habe ich danach Chancen, einen Job zu finden?
Berater: Aretano, Rosaria
In der Berufsbildungsverordnung (BBV) des Bundesrates werden die Mindestanforderungen für die praktische und schulische Lehrtätigkeit für drei Kategorien von Berufsbildungsverantwortlichen umschrieben. In den angehängten Rahmenlehrplänen für Berufsbildungsverantwortliche (vom BBT) sind diese auf der Seite 5 übersichtlich zusammengefasst.

Da es sich bei Ihnen um eine nebenberufliche Tätigkeit handelt, bietet es sich an, eine methodisch-didaktische Weiterbildung zu besuchen, welche mindestens 300 Lernstunden aufweist.

Die erste Stufe der Ausbildung für Ausbilder ist der Erwerb des SVEB-Zertifikats 1. Wer dieses erworben hat, ist in der Lage, Lernveranstaltungen mit Erwachsenen im Rahmen vorgegebener Konzepte, Lehrpläne und Lehrmittel vorzubereiten, durchzuführen und auszuwerten. Geeignet ist das SVEB-Zertifikat 1 vor allem für teilzeitlich tätige AusbilderInnen. Dieses vermittelt die grundlegenden theoretischen Kompetenzen. Die Handlungskompetenz muss mit einer zweijährigen Praxiserfahrung im Umfang von mindestens 150 Stunden belegt werden. Das SVEB-Zertifikat 1 ist eine bei den Weiterbildungsinstitutionen und bei staatlichen Stellen bekannte und immer häufiger auch vorausgesetzte Einstiegsqualifikation für die Bildungsarbeit mit Erwachsenen. Aufbauend auf das SVEB 1 kann als weitere Etappe der eidg. Fachausweis Ausbilder/in erlangt werden. Da Sie einen Hochschulabschluss haben, kann ich mir aber auch vorstellen, dass Sie vielleicht auch Interesse an einem Nachdiplomstudium im Bereich Methodik/Didaktik bwz. Erwachsenenbildung haben könnten.

Zu den Arbeitschanchen kann ich Ihnen nichts Konkretes sagen, ausser dass das SVEB-Zertifikat 1 eine bei den Weiterbildungsinstitutionen und bei staatlichen Stellen bekannte und immer häufiger auch vorausgesetzte Einstiegsqualifikation für die Bildungsarbeit mit Erwachsenen ist.
 
Nach meinem jetzigen Stand habe ich ein Fachausweis als Ausbilder, bin zurzeit Berufsunteroffizier (eidg. Dipl = nicht anerkannt vom BBT) und gelernter Typograf. Jetzt möchte ich mich gerne weiterbilden. Nun habe ich einige ganz generelle Fragen:

1. Wie finde ich heraus, welches der schnellste und kostengünstigste Weg ist um einmal an eine HF oder FH zu gelangen?
2. Wie verhindere ich Doppelspurigkeit / Wiederholung / Zeitverlust bei meiner Weiterbildung?
3. Welche Bildungswege gibt es, mit einer zukünftigen Chance im Arbeitsmarkt?
Berater: Aretano, Rosaria
Auf Ihre drei Punkte kann ich folgendermassen antworten:

1. Wenn ich Sie richtig verstanden habe, dann geht es darum, zukünftig an einer HF oder FH zu unterrichten. Hier ist es abhängig davon, wo und welches Fach Sie vermutlich unterrichten möchten? Ich denke, dass konkrete Anfragen bei den in Frage kommenden FH sich lohnen, welche die Anforderungen an DozentInnen klar aufzeigen. Es ist nämlich so, dass keine generellen, vom BBT abgegebenen Richtlinien existieren. Die einzelnen FH geben aber Empfehlungen ab.

2. Diese Frage ist m.E. nicht ganz generell zu beantworten. Folgende Gedanken hierzu: Wer über den den eidg. Fachausweis Ausbilder/in (Stufe 2) verfügt, kann sich weiter qualifizieren und ausbilden, um das eidg. Diplom Ausbildungsleiter/in (HFP, Stufe 3) zu erlangen. Diplomierte AusbildungsleiterInnen verfügen über die Fähigkeit zur fachübergreifenden Konzeption und Evaluation; sie leiten Ausbildungsgänge und übernehmen Führungsfunktionen in Organisationen. Hier sind die Ausgestaltung/Dauer der Studiengänge je nach Anbieter unterschiedlich.
Bei der Überprüfung der Ausbildungsinhalte mit den Inhalten Ihrer bisherigen Ausbildung kann man u.U. bei den Anbietern anfragen, ob Ihnen bestimmte Teile aus Ihrer Ausbildung (als Berufsunteroffizier) angerechnet werden können.
Um generell zu erfahren, ob gewisse Teile Ihrer bisherigen Ausbildung trotzdem anerkannt werden, müssten Sie sich wahrscheinlich direkt an das SVEB (Dachverband der Weiterbildung) wenden, um eine Gleichwertigkeitsbeurteilung zu erhalten.

Eine Alternative zum Fachausweis könnte ein Nachdiplomstudium im didaktischen Bereich sein. Hier müssten Sie über einen Hochschul- oder Fachhochschul-Abschluss verfügen oder um eine sur-Dossier Aufnahme bitten (als Berufsunteroffizier könnte ich mir vorstellen, dass da gute Chancen bestehen.). In der Deutschschweiz werden an Universitäten und Fachhochschulen Master-Abschlüsse angeboten.

3. Zur Frage 3 kann ich aus meiner Position heraus keine qualifizierte Antwort geben. Vielleicht aber der Hinweis auf folgenden Link, wo weitergehende Informations- und Beratungsmöglichkeiten aufgeführt sind: www.eduscout.ch/Ratgeber/Laufbahn%20(Tipp).asp?Ausgangslage=5.

Ich hoffe, Ihnen den einen oder anderen Hinweis gegeben zu haben. Auch wenn ich denke, dass vermutlich Ihre Situation konkret im Detail angeschaut werden müsste, damit eine gute Beratung erfolgen kann.
 
Ich habe mich vor ca. einem Jahr als Coach/Supervisorin/Trainerin selbständig gemacht. Unter anderem biete ich Seminare/Workshops in den Bereichen Kommunikation und Persönlichkeitsentwicklung an. Gerne würde ich es auf diesem Gebiet zu einer gewissen "Excellence" bringen. Es gibt auf diesem Gebiet sehr viele Anbieter, aber haben Sie eine Idee, welche Weiterbildungsmassnahmen mich da wirklich weiterbringen könnten?
Berater: Aretano, Rosaria
Wenn es darum geht, eine didaktische Weiterbildung zu machen, denke ich, dass Sie darauf achten können, dass der Anbieter zumindest eine Ausbildung mit Abschluss des SVEB 1-Zertifkats (des Schweiz. Verband für Weiterbildung) hat. Dies ist ja die erste Stufe einer eidg. anerkannten Ausbildung in diesem Bereich und vermittlt die grundlegenden Kompetenzen einer teilzeitlich tätigen Ausbildungsperson. Wenn Sie sich dann weiter spezialisieren wollen, können Sie im Baukastensystem den Eidg. Fachausweis für Ausbilder/innen anstreben (mind. 4-jährige Ausbildungspraxis).
Sollten Sie hingegen einen Hochschulabschluss haben, könnten Sie sich auch überlegen, ob Sie evtl. ein Nachdiplomstudium in diesem Bereich absolvieren möchten - dieses beinhaltet einerseits zwar das "Handwerkszeug" einer Ausbilderin (in einem etwas schnelleren Tempo), vertieft dann aber während insgesamt 3 Semester.
Die Anbieter einer "SVEB1-Ausbildung" unterscheiden sich grundsätzlich bzgl. Klassengrösse, Didaktik, Transfermöglichkeiten in den eigenen Arbeitsbereich während der Ausbildung, Anteile Selbststudium und Präsenzunterricht, Prüfungssystem etc.. Es lohnt sich, diesbezgüglich nachzufragen und festzustellen, welche Präferenzen Sie selber haben.
 
 

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