Beratung: Marketing, Verkauf und Kommunikation (Höhere Berufsbildung und Hochschulstufe)

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Ich studiere seit 3 Jahren an der Uni. Da meine Noten immer sehr gut waren, dachte ich, dass dies die einzig sinnvolle Möglichkeit ist. Mittlerweile sehe ich das anders. Der Quereinstieg als Marketingfachfrau, Kommunikationsplaner oder PR-Fachfrau wäre eine Möglichkeit (vorläufiges Fernziel: Marketingleiter/ Kommunikationsleiter/ PR-Berater). Ich weiss, dass ich hierfür zuerst die MarKom-Zulassungsprüfung machen muss und kenne die Zulassungsbedingungen. Für den Fachausweis muss ich 2 Jahre Berufspraxis aufweisen können. Nun: Wie komme ich zu dieser Berufspraxis, wenn ich nur Matura habe? Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass mich jemand in diesem Bereich einstellt, wenn ich kein Zeugnis vorweisen kann, oder sehe ich das falsch? Würde es etwas nützen, jetzt direkt die Zulassungsprüfung zu machen und evtl. schon den Vorbereitungskurs für eine der 3 Berufsprüfungen zu absolvieren? Zur Zeit liegt mir ein Angebot für eine Praktikumsstelle (Marketing) vor (für ein Jahr). Gilt so etwas auch als Berufpraxis für die Prüfungen? Ausserdem: Ich stehe vor der Entscheidung ob ich mein Studium abbrechen soll und den Quereinstieg zu wagen, wie hoch ist die Qualität eines solchen Abschlusses einzuschätzen? Ich frage deshalb, weil ich einen Weg einschlagen möchte, der mich in einigen Jahren bis in eine Kaderposition führen kann.
Berater: Widmer, Diana
Ein Quereinstieg ist grundsätzlich immer möglich – das ist ja auch das Schöne an unserem Bildungssystem. Sie haben aber natürlich recht: es wird Quereinsteiger/innen nicht einfach gemacht!
Ein Praktikum ist daher sicher ein guter Einstieg und würde Ihnen ziemlich sicher als Berufspraxis angerechnet (im Gegensatz zu einer Lehre). Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, sollten Sie sich beim Prüfungsträger informieren, wie das Praktikum gestaltet sein müsste, damit es Ihnen angerechnet wird. Wenn Sie die MarKom-Zulassungsprüfung machen, zeigen Sie natürlich einem potentiellen Arbeitgeber, dass Sie sich wirklich fürs Marketing/ Kommunikation interessieren und diesen Weg einschlagen wollen.
Ich bin jedoch nicht ganz Ihrer Meinung, dass ein Unistudium für einen Einstieg in die PR oder ins Marketing der falsche Weg ist. Zumindest im PR bevorzugen einige Arbeitgeber inzwischen Uniabsolventen; sowohl phil I als auch phil II - es braucht also nicht unbedingt ein Wirtschaftsstudium! Je nach Branche ist ein Fachstudium sogar Voraussetzung. Auch im Marketing haben Uniabsolventen oft bessere Einstiegs- und Aufstiegschancen (über Trainee-Programme, die speziell für Uniabsolventen konzipiert werden).
Wenn Sie den Praktikumsweg einschlagen und in die PR/Kommunikation wechseln wollen, gibt es zudem die Möglichkeit, dass Sie nach dem Praktikumsjahr an einer Fachhochschule einen Abschluss in Kommunikation machen können - die Fachhochschulen in Winterthur und Luzern bieten meines Wissens entsprechende, praxisorientierte Bachelor-Studiengänge an.
Wenn Sie sehr unsicher sind, hilft Ihnen allenfalls auch ein Gespräch mit einem Laufbahnberater oder mit der Studienberatungsstelle an Ihrer Uni.
 
Vor drei Jahren habe ich den Kurs Marketing Assistent bei der Klubschule absolviert und danach den nächsten Schritt als Kommunikationsplaner mit Eidg. Fachausweis. Jetzt möchte ich noch ein weiteren Schritt nach vorne gehen. Mir wurde mehrmals vom Dipl. Kommunikationsleiter abgeraten - was eigentlich der nächste höhere Schritt ist. Nun wollte ich mich erkundigen, was es sonst noch gibt, aber da fängt bei mir das grosse Durcheinander an… Höhere Fachschule, Fachhochschule, MAS, DAS, CAS, Nachdiplomstudium… wie kann ich die verschiedenen Ausbildungen einigermassen miteinander vergleichen? Was würden Sie mir empfehlen und was für Voraussetzungen braucht es dazu? Gibt es eine schematische Darstellung die mir zeigt wie die Hierarchie ist?
Berater: Widmer, Diana
Die Fachausweis- und Diplomausbildungen sind Spezialistenausbildung, d.h. Sie spezialisieren sich in einem Fachgebiet, in Ihrem Fall in der Werbung.
Eine Höhrere Fachschule (HF) (z.B. Wirtschaft HFW, oder Bank und Finanz HFBF) ist eine Generalistenausbildung. Die übergreifenden Themen wie Rechnungswesen, Personalwesen, Organisation und Führung werden in einen allgemeinen Kontext gesetzt. Der Praxisbezug wird bei den HF-Ausbildungen sehr gross geschrieben. Zulassung an eine HF ist in der Regel ein Lehrabschluss.
Die Fachhochschule (Bachelor-Abschluss) ist ebenfalls eine Generalistenausbildung, die vom Niveau her etwas höher angesetzt ist als die Höhere Fachschule (es gibt z.B. bei der AKAD Hochschule für Berufstätige ein Passerelle, mit der Sie nach einer HFW-Ausbildung verkürzt den Bachelor erwerben können). Auch hier ist der Praxisbezug stark, zusätzlich wird aber auch wissenschaftliches Arbeiten verlangt.
Sowohl Höhere Fachschulen als auch Fachhochschulen bieten Weiterbildungsangebote an, die auf dem Grundstudium (HF-Diplom bzw. Bachelor) aufbauen: Bei den Höheren Fachschulen nennt sich das Nachdiplomkurs oder -studium (NDK / NDS), wobei ein NDS länger ist als ein NDK. Die Fachhochschulen nennen diese Abschlüsse Master of Advanced Studies (MAS), Diploma of Advanced Studies (DAS) oder Certificate of Advanced Studies (CAS).
All diese Weiterbildungen sind inhaltlich nicht gleichermassen reglementiert, wie z.B. eine Fachausweisprüfung. D.h. die Schulen können die Inhalte selber festlegen und anschliessend prüfen. Es ist bei all diesen Angeboten daher wichtig, dass Sie sich genau im Klaren sind, welche Wissenslücken Sie mit Ihrer Weiterbildung schliessen wollen und die Angebote auf diese Aspekte hin prüfen.
Zu den Weiterbildungsangeboten zugelassen sind Sie mit dem Bachelor oder dem Abschluss einer Höheren Fachschule. In Ihrem Fall würde die Schulleitung Ihr Dossier prüfen und Sie ziemlich sicher aufgrund Ihres Fachausweises und Ihrer Berufserfahrung ebenfalls zulassen. Das Schweizer Bildungssystem ist ja zum Glück ziemlich durchlässig. Am besten klären Sie die Zulassung direkt mit der Schule, an der Sie ein passendes Angebot gefunden haben.
Welches die richtige Weiterbildung für Sie ist, kann ich natürlich nicht beurteilen und hängt davon ab, was Sie erreichen wollen. Im internationalen Umfeld hilft Ihnen ein Bachelor oder MAS sicher mehr als ein Fachausweis / Diplom oder HF-Abschluss, in der Schweiz sind Absolventen dieser Ausbildungsrichtungen aber ebenfalls gefragte Fachleute. Neben dem Diplom Kommunikationsleiter könnte ja allenfalls auch die Marketingleiter-Ausbildung interessant sein. Wenn Sie hier unsicher sind, empfehle ich Ihnen eine Laufbahnberatung, damit Sie klarer sehen, wohin es gehen soll.
Eine Übersicht über die Bildungslandschaft sowie Links und Glossar finden Sie auf www.eduscout.ch/Bildungslandschaft/default.asp
 
Ich habe soeben meine Ausbildung zur Haustechnikplanerin abgeschlossen und will nun eine Weiterbildung zur Technischen Kauffrau starten. Leider ist mir nicht ganz klar, wie das mit der Berufserfahrung gemeint ist? Es steht immer nur 2-3 Jahre Berufserfahrung, aber reicht da meine 4 jährige Ausbidung? Gibt es ansonsten Überbrückungsangebote, ich möchte so schnell wie möglich mit etwas neuem Beginnen. Am besten in Richtung Kalkulation und Marketing.
Berater: Widmer, Diana
Nein, die Ausbildung/Lehrzeit zählt in der Regel nicht als Berufserfahrung. Es werden erst die Jahre angerechnet, die Sie nach der Lehre mitbringen. Wenn Sie das Ziel technische Kauffrau haben, kann es sinnvoll sein, wenn Sie zuerst eine Handelsschulausbildung ins Auge fassen. Das können Sie auch berufsbegleitend machen. Sie lernen dort bereits die Grundlagen im kaufmännischen Bereich (Rechnungswesen, Betriebswirtschaftslehre, Korrespondenz usw.), so dass Sie es anschliessend bei der recht anspruchsvollen Ausbildung zur Technischen Kauffrau einfacher haben. Es gibt auch Schulen, bei denen die Weiterbildung zum/r TK auf der Handelsschule aufbaut, bzw. darin integriert ist.
 
Ich bin eidg. dipl. Grafikerin mit der Berufsmatura gestalterische Richtung und habe vor zwei Jahren den Kurs für den Marketingplaner absolviert. Leider habe ich den eidgenössischen Abschluss im Frühling 2007 nicht geschafft. Im Herbst habe ich ein Betriebswirtschaftsstudium an einer FH begonnen mit dem Ziel, diese mit der Vertiefungsrichtung Unternehmenskommunikation und Marketing zu absolvieren. Nach dem ersten Semester ist aber klar, dass ich den Rückstand in den Fächern Mathe & Statistik und Rechnungswesen, den ich durch meine gestalterische Berufsmatura habe, nicht habe aufholen können. Meine Frage an Sie ist nun: Kennen Sie einen anderen Weg, wie ich mich als Gestalterin im Bereich Unternehmenskommunikation (Planung) weiterbilden kann?
Berater: Widmer, Diana
Rechnungswesen und Statistik gehören definitiv auch nicht zu meinen Steckenpferden, weshalb ich Sie gut verstehen kann. Dennoch: bei Marketing- und Kommunikationsberufen sind zumindest Grundlagen in diesen beiden Disziplinen ebenso wie in der BWL oder VWL unabdingbar. Einerseits geht es darum, die firmeninternen Zusammenhänge zu verstehen, ein Budget zusammenzustellen, den Verkaufserfolg zu überprüfen etc. Andererseits geht es bei der Unternehmenskommunikation aber auch darum, Zahlen und Ergebnisse nach aussen zu kommunizieren. Denken Sie da z.B. an Jahresberichte und an Bilanzpresskonfernzen etc.
Es ist mir leider keine Ausbildung bekannt, in der Sie um die Zahlen herum kommen.
Es gibt aber die Möglichkeit, dass Sie sich die fehlenden Kenntnisse aneignen, z.B. in dem Sie einen Rechnungswesenkurs (Vorbereitungskurs) absolvieren. Einen solchen Kurs bieten die meisten Fachhochschulen an, bei AKAD Home Academy können Sie einen solchen Kurs auch im Selbststudium absolvieren. Das gleiche gilt auch für Mathematik und Statistik - Sie sind ja sicher nicht die einzige in Ihrer Klasse, die mit diesen Fächern Probleme hat.
Ihr Dozent kann Ihnen aber wahrscheinlich auch Lehrmittel von anderen Verlagen empfehlen, mit denen Sie Ihre Lücken selbstständig schliessen können. Denn jemand, der die Berufsmatura absolviert hat, sollte auch diese Hürde nehmen können!
 
Ich habe 13 Jahre Erfahrung in Corporate Communications und 2002 das eidgenössiche Diplom als PR-Beraterin absolviert. Ich spüre jetzt wieder Lust auf eine Weiterbildung und habe mich für ein EMBA entschieden. Dies, um betriebswirtschaftliches sowie Management-Wissen zu vertiefen. Nun bin ich mir nicht mehr sicher, ob ich mich richtig entschieden habe. Was meinen Sie? Erschwerend: Mein derzeitiger Arbeitgeber setzt sich erst in mehreren Jahren für eine Weiterbildung für mich ein (gemäss Weiterbildungspraxis), weshalb ich auf Weiterbildungsangebote in meiner vollumfänglichen Freizeit angewiesen bin.
Berater: Widmer, Diana
Ihre Wahl, sich mittels EMBA weiterzubilden, ist grundsätzlich sicher nicht falsch. Es geht Ihnen ja wahrscheinlich vor allem darum, Ihre betriebswirtschaftlichen Kenntnisse, die Sie für eine anspruchsvolle Führungsposition benötigen, zu vertiefen. Achten Sie bei der Wahl der Schule einfach darauf, dass die für Sie wichtigen Aspekte und Themen in der nötigen Tiefe behandelt werden und welche Vorkenntnisse die anderen Teilnehmer/innen mitbringen. Als PR-Beraterin bringen Sie ja auch bereits solche Kenntnisse mit - würden in Ihrer Klasse lauter Personen ohne wirtschaftlichen Hintergrund sitzen, wären Sie ziemlich sicher unterfordert.
In Ihrem Fall besonders wichtig wird es auch sein, ein Ausbildungsmodell zu finden, bei dem Sie Arbeit, Weiterbildung und Freizeit unter einen Hut bringen. Überlegen Sie sich dabei, welcher Lerntyp Sie sind (allenfalls könnte ein Fernstudium in Frage kommen?), wie viel Zeit Sie pro Woche in die Schule und ins Lernen investieren können und vergleichen Sie Ihre Möglichkeiten mit den Vorgaben der Schule.
 
Ich habe den Beruf Verkauf gewählt und eine interne Weiterbildung als Rayonchefin. Diverse Kurse im Bereich Mitarbeiterführung und Lehrlingsausbildung. Ich bin seit einiger Zeit nicht mehr gefordert und suche eine neue Herausforderung. Was für Kurse und Schulen sind von Vorteil, damit ich in einen administrativen Job wechseln kann?
Berater: Widmer, Diana
Optimal wäre es, wenn Sie bei Ihrem jetzigen Arbeitgeber einen Wechsel in die Administration vornehmen könnten: in diesem Fall kennen Sie bereits die Firma und internen Abläufe und könnten so "on the job" in die Büroarbeiten eingeführt werden. Eine mögliche Weiterbildung wäre dann zum Beispiel die Ausbildung zur Verkaufskoordinator/in mit eidg. Fachausweis.
Wenn Sie grundsätzlich einfach ins Büro wechseln möchten, also zum Beispiel auch eine Stelle in der Buchhaltung in Frage kommt, und Sie sich alle Optionen offen halten möchten, könnte das Bürofachdiplom VSH eine passende Lösung sein. Mit dieser Ausbildung eignen Sie sich Kenntnisse an, die einem kaufmännischen Abschluss entsprechen. Somit können Sie nachher alle weiterführenden Ausbildungen im kaufmännischen Bereich absolvieren.
Wahrscheinlich wäre es sinnvoll, wenn Sie sich als erstes Klarheit darüber verschaffen, in welche Richtung es beruflich genau gehen sollte. Eine berufliche Standortbestimmung und Laufbahnberatung kann Sie dabei unterstützen. Informationen und Adressen dazu finden Sie unter www.eduscout.ch/Ratgeber/Laufbahn%20(Tipp).asp?Ausgangslage=5
 
Mein Mann ist beruflich unzufrieden und auf der Suche nach einer Weiterbildung. Gelernt hat er Autolackierer, blieb aber nicht lange auf dem Beruf. Er wechselte zum Versicherungsexperten und arbeitete 5 Jahre auf diesem Beruf. Seit 15 Jahren arbeitet er nun als erfolgreicher Aussendienstmitarbeiter/ Vertreter in der Autobranche. Folgende Kurse hat er besucht: kaufmännisches Basisdiplom und MARKOM-Kurs. Nun ist er auf die Weiterbildung als Key Account Manager gestossen, was ihn sehr interessiert. Was meinen Sie dazu? Wie sollte er da vorgehen?
Berater: Widmer, Diana
Die Ausbildung zum Key Account Manager ist sicher eine spannende. Auch die Berufsaussichten sollten gut sein, da die Pflege der Schlüsselkunden für die meisten Unternehmen eine zentrale Aufgabe ist. Detaillierte Informationen und die Zulassungsbedingungen finden Sie unter dem folgenden Link: www.swissmarketing.ch/default.aspx?pageid=87
Entscheidend wird sein, ob die Zulassungsbedingungen erfüllt sind. Klären Sie das direkt beim SMC ab (gleiche Homepage wie Link oben), damit Sie sich darüber im Klaren sind, ob allenfalls zuerst eine Weiterbildung auf Fachausweis-Niveau (Verkaufskoordinator, Marketingfachmann) nötig ist und ob es allenfalls eine berufliche Veränderung bedingt (2 Jahre Kaderfunktion).
 
Ich habe nach meiner gewerblichen Ausbildung den Eidg. Technischen Kaufmann, Eidg. Marketingplaner und vor 5 Jahren den Dipl. Verkaufsleiter abgeschlossen. Nun möchte ich mich im Bereich Betriebswirtschaft weiter ausbilden. Hätten Sie mir einen Tipp, welches Masterprogramm eine ideale Ergänzung wäre? MAS, EMBA....
Berater: Widmer, Diana
Ich kann Ihnen dazu leider nicht einen bestimmten Lehrgang empfehlen, da die Vielfalt zu gross ist und es auch darauf ankommt, wo Sie die Schwerpunkte legen möchten.
Eine Linkliste zu den Weiterbildungs-Seiten der Fachhochschulen und Hochschulen in der Schweiz finden Sie unter www.switch.ch/de/edu/continued.html.
Überlegen Sie sich bevor Sie sich auf die Suche nach einer Weiterbildung machen, welche Kompetenzen Sie sich erschliessen möchten: Geht es Richtung internationales Management? Oder soll der Schwerpunkt auf Innovation liegen? Sind es Strategie-Fragen, die Sie vor allem beschäftigen? Je nach Schwerpunkt können Sie dann gezielt nach dem richtigen Angebot suchen. Vergleichen Sie verschiedene Angebote und vereinbaren Sie einen Beratungstermin bei den Angeboten, die für Sie in Frage kommen. Klären Sie dabei auch ab, wie es um Ihre Zulassung steht - da Sie keinen Fachhochschul- oder Hochschulabschluss haben, müssten Sie wahrscheinlich "sur dossier", d.h. aufgrund Ihres Lebenslaufes und Ihrer anderen Vorbildung aufgenommen werden.
 
Ich bin im letzten Lehrjahr als Kauffrau und im Sommer 2008 habe ich den Abschluss. Danach würde ich gern die Weiterbildung als Marketingplanerin in Angriff nehmen. Wie kann ich vorgehen? Wenn ich Bewerbungen schreibe für die neue Stelle, muss ich erwähnen, dass ich die Weiterbildung machen möchte? Ich bin gerade ein bisschen ratlos, da es so viele Möglichkeiten gibt, doch wie geht es am besten und wo kann ich diese Weiterbildung machen?
Berater: Widmer, Diana
Toll, dass Sie sich weiterbilden möchten! Bevor Sie jedoch die Ausbildung zur Marketingplanerin in Angriff nehmen können, müssen Sie die sogenannte Zulassungsprüfung Markom ablegen: Sie können sich darauf in einem Vorbereitungskurs vorbereiten. Während dieses Lehrgangs erhalten Sie einen Einblick in die verschiedenen Gebiete des Marketings und Verkaufs und vertiefen Ihre betriebs- und volkswirtschaftlichen Kenntnisse. Die einzige Bedingung, die Sie für die Prüfung erfüllen müssen, ist das vollendete 19. Lebensjahr. Weitere Informationen zur Zulassungsprüfung finden Sie unter: www.eduscout.ch/Grund-%20und%20Weiterbildung/Abschluss.asp?Nummer=306.
Wenn Sie die Zulassungsprüfung bestanden haben, können Sie anschliessend an einer der zahlreichen Schulen die Ausbildung zur Marketingplanerin in Angriff nehmen. Beachten Sie dabei aber vor allem die Anzahl Berufsjahre, die Sie benötigen (die Lehre zählt nicht dazu!). Optimal wäre es daher wahrscheinlich, wenn Sie nach der Lehre in Ihrer Lehrfirma (oder an einer neuen Stelle) in der Marketingabteilung arbeiten könnten.
 
Ich habe eine kaufm. Lehre, Marketingplaner-Abschluss und ein Zertifikatslehrgang als Electronic Publisher im Rucksack, ausserdem vielfältige Erfahrungen als Projektleiterin Marketing-Kommunikation sowie Mitarbeit an Person- und Verbandszeitschriften. Ich habe eine 6jährige Familienpause eingelegt und arbeite aber wieder seit drei Jahren als Sachbearbeiterin und als freischaffende Redaktorin. Die Stellen bewegen sich je im Arbeitspensum von ca. 20%. Um wieder verstärkt im Arbeitsmarkt Fuss zu fassen, habe ich vor, einen CAS Kurs als PR-Redaktorin in Angriff zu nehmen. Wie stehen Ihrer Meinung nach die Chancen auf dem Arbeitsmarkt für eine 44jährige? Mit welchem Lohn aufgrund des schulischen und beruflichen Hintergrunds und trotz Familienpause könnte ich in etwa rechnen als PR-Redaktorin? Können Sie den Abschluss des Marketingplaners in der heutigen CAS/DAS/MAS-Zeit positionieren?
Berater: Widmer, Diana
Der Abschluss als Marketingplaner/in ist in der Schweiz nach wie vor gut positioniert, da Sie mit diesem Abschluss beweisen, dass Sie nicht nur theoretisches Wissen mitbringen, sondern auch Praxiserfahrung im Marketingbereich - bei einem CAS, DAS oder MAS ist das nicht zwingend Voraussetzung. Allerdings ist die Konkurrenz unter den Marketingplaner/innen auch relativ gross, da jedes Jahr über 500 neue Absolventen auf den Markt kommen. In einem internationalen Umfeld ist ein MAS wahrscheinlich besser anerkannt, da im Ausland unser duales Bildungssystem (d.h. Beruf und Praxis kombiniert) oft nicht bekannt und daher auch nicht verstanden wird.
Sie fragen mich zudem nach Ihren Chancen auf dem Arbeitsmarkt mit dem CAS PR-Redaktor/in. Das ist sehr schwierig abzuschätzen, da der Abschluss nur eine Facette ist, ob Sie einen Job kriegen oder nicht. Gerade im Texter-Bereich sind Arbeitsproben und der Beweis, dass Sie Ihr Handwerk verstehen ebenso wichtig wie der Abschluss. Aber mit dieser Weiterbildung eignen Sie sich neben den sprachlichen Kompetenzen ja auch Schlüsselqualifikationen an, die Sie im Berufsalltag brauchen können.
Inwiefern das Alter in diesem Beruf eine Rolle spielt, kann ich nicht beurteilen. Das Entscheidende wird aber sicher sein, ob Sie eine gute Schreibe haben und Texte so verfassen können, wie es der Auftrag-/Arbeitgeber wünscht bzw. für die Zielgruppe lesenswert sind. Bei Lohnfragen ist Eduscout.ch nicht die richtige Ansprechstelle. Vielleicht kann Ihnen dazu und zu den Berufsaussichten auch die Schweizerische PR Gesellschaft Auskunft geben (www.sprg.ch).
 
Im Juni 2007 habe ich die Ausbildung zum eidg. dipl. Marketingplaner abgeschlossen. Nun möchte ich mich im Bereich Marketing noch weiter vertiefen und nochmals eine Weiterbildung machen. Können Sie mir sagen, was für einen Lehrgang Sie mir empfehlen können? Gerne würde ich in die Richtung Bachelor oder MAS gehen. Kann ich einen solchen Lehrgang mit der eidg. Prüfung antreten?
Berater: Widmer, Diana
Der Fachausweis Marketingplaner öffnet Ihnen nur indirekt die Türen zur Fachhochschule.
Ein Bachelor-Studium sollte eigentlich kein Problem sein, da Sie ja ziemlich sicher über eine kaufmännische Lehre (oder vergleichbar) oder einen Mittelschulabschluss verfügen. Wenn Sie einen Mittelschulabschluss haben, werden Sie allein aufgrund der Praxisjahre, die Sie für den Marketingplaner benötigen, auch diese Praxis-Hürde genommen haben. Grundsätzlich benötigen Sie für den prüfungsfreien Eintritt in ein Bachelor-Studium eine Berufsmaturität, es ist aber an den meisten Fachhochschulen möglich, eine Aufnahmeprüfung abzulegen. Erkundigen Sie sich direkt bei der Fachhochschule Ihrer Wahl, was Ihnen noch fehlt bzw. allenfalls auch angerechnet wird.
Voraussetzung für ein MAS an einer Fachhochschule ist ein Bachelor- bzw. Fachhochschulabschluss. Wenn Sie andere Voraussetzungen mitbringen, ist es im Ermessen der Fachhochschule, ob Sie "sur dossier" (d.h. aufgrund Ihrer Weiterbildung und Praxis) dennoch zugelassen werden. Auch hier empfehle ich Ihnen, direkt mit den Verantwortlichen Ihres Wunsch-Studiums Kontakt aufzunehmen und Ihre Möglichkeiten auszuloten.
Hinweisen möchte ich Sie noch auf die Diplomstufe im Bereich Marketing: Verkaufsleiter und Marketingleiter mit Diplom geniessen in der Schweiz in der Regel gute Karrieremöglichkeiten. Wenn Sie über die nötigen Praxisjahre und Führungsverantwortung verfügen, könnte die eine oder andere dieser beiden Weiterbildungen auch eine interessante Alternative sein (jedenfalls wenn Sie weiterhin im Bereich Marketing tätig sein wollen.
 
Ich habe den eidg. FA Führungsfachmann 2006 abgeschlossen, bin 35 Jährig und arbeite im Investitionsgüter-Verkauf. Mein Ziel: Stufe/Anstellung im leitenden Bereich, z.B. Verkaufsleiter. Was ist die Zukunft? Marketing und Verkaufsmanager HF NDS oder eidg. dipl. Verkaufsleiter? Wo liegen die Unterschiede? Wird die NDS auch vom Wirtschaftsbereich anerkannt? Habe ich realistische Chancen mit einem Verkaufs NDS eine Verkaufsleiteranstellung zu erhalten?
Berater: Widmer, Diana
Der Abschluss eidg. dipl. Verkaufsleiter ist ein schweizweit anerkannter Abschluss, der Sie befähigt, ein Verkaufsteam zu leiten und damit eine Kaderposition zu übernehmen. Voraussetzung für die Zulassung zur Prüfung ist, dass Sie bereits über Führungserfahrung verfügen. Nach meinem Wissensstand ist dieser Abschluss bei Schweizer Unternehmen sehr anerkannt - bei internationalen mit einem allfällig ausländischen Management ist ein Uni/FH-Abschluss für eine Kaderposition wahrscheinlich das einfacher Eintrittsticket.
Das NDS HF ist etwas schwieriger einzuordnen, da diese Ausbildungen relativ jung sind und die verschiedenen Höheren Fachschulen die Inhalte selber zusammenstellen. Deshalb sollten Sie bei der Wahl eines NDS die Lerninhalte genau studieren und prüfen, ob das Angebot Ihre Bedürfnisse abdeckt. Ausserdem ist der Bildungsanbieter in diesem Fall von grosser Bedeutung. Ein NDS an einer renommierten Schule hat sicher mehr Gewicht bei Arbeitgebern.
 
Ich habe nach der Matura (Typus B) die Schweizerische Hotelfachschule in Luzern absolviert. Zurzeit arbeite ich in einer Eventagentur wo ich für die Beherbergung von Ärztekongressen zuständig bin. Meine Stärken liegen vor allem in der Organisation und in meinem Sprachkenntnissen. Ich interessiere mich nun für eine Weiterbildung im Bereich Marketing/Event/Tourismus. Dazu habe ich einige Fragen:
Was macht am meisten Sinn für meine Ausgangslage und in welcher Ausbildung ist es gut möglich Teilzeit zu arbeiten?
Ist es möglich, den eidg. Marketingplaner zu machen wenn man im Kongresswesen/Events arbeitet und nicht im Markteing?
Gerne möchte ich eventuell eine professionelle Standortbestimmung machen. Welche Institution können Sie empfehlen?
Berater: Widmer, Diana
Sie stellen mir keine einfachen Fragen! Ich denke, dass es mit Ihrer Vorbildung und Ihren Erfahrungen im Event-Bereich (das ja auch Teil des Marketing ist), die Ausbildung zur Marketingplanerin in Angriff zu nehmen - klären Sie die Zulassung zur Prüfung aber in jedem Fall vorgängig beim Prüfungsträger ab. Das passende Formular dazu (sowie weitere Informationen zu den Marketing-Fachprüfungen) finden Sie auf der Internetseite des SMC: www.swissmarketing.ch/default.aspx?pageid=203.
Im Bereich Event-Management gibt es verschiedene Weiterbildungen, die jedoch nicht zu einem eidgenössischen Fachausweis führen. Klären Sie deshalb die Reputation der Schule und die Lehrgangsinhalte genau ab, bevor Sie eine Ausbildung in diesem Bereich in Angriff nehmen.
Im Bereich Tourismus gibt es zudem die Möglichkeit einer Höheren Fachschule (z.B. Academia Engiadina www.academia-engiadina.ch/Tourismusfachfrau__b.89.0.html). Soviel ich weiss, können Sie anschliessend an diese Ausbildung auf einem verkürzten Weg auch noch den Fachausweis Marketingplaner/in erwerben und haben damit einerseits eine anerkannte Tourismus-Fachausbildung und andererseits den generellen Fachausweis-Abschluss.
Zur Frage der Möglichkeit, Teilzeit zu arbeiten: das ist beinahe unmöglich zu beantworten, denn schlussendlich ist es eine Frage der Einstellung Ihres Arbeitgebers. Ich arbeite z.B. als Marketingleiterin 80% (na ja, zumindest auf dem Papier), was aber bei anderen Firmen undenkbar wäre. Hier braucht es auch eine Portion Glück, dass Sie den richtigen Arbeitgeber finden.
Zur Laufbahnberatung: Eduscout arbeitet mit dem S&B-Institut zusammen, das auf Eduscout auch den Bereich "Laufbahn" betreut: www.s-b-institut.ch/. Neben privaten Institutionen gibt es auch die öffentlichen Berufsberatungsstellen. Ich kenne mich zu wenig aus, um Ihnen hier ein gutes Institut empfehlen zu können. Einen Überblick und Adressen dazu (ohne Wertung) finden Sie auf Eduscout unter www.eduscout.ch/Ratgeber/Laufbahn%20(Tipp).asp?Ausgangslage=5.
 
Ich bin gerade in der Weiterbildung zum Prozessfachmann HF und eigentlich war es für mich klar, den "logischen" Weg zu Betriebstechniker TS weiterzumachen. Nun bin ich mir aber nicht mehr so sicher. Mittel- bis langfristig will ich ins mittlere bis obere Kader. Der Knackpunkt ist aber, dass ich gerne in der Marketing-/Kommunikationsbranche arbeiten möchte. Im Moment bin ich in der Chemischen tätig, wo ich meine Lehre als Chemikant absolvierte und jetzt in der Administration tätig bin. Was sehen sie für Möglichkeiten in der Marketing-/Kommunikationsbranche und was für weitere Möglichkeiten habe ich nach dem Betriebstechniker?
Berater: Widmer, Diana
Sie stellen mir keine einfache Frage; denn eine Laufbahnberatung kann ich nicht durchführen und die Technischen Ausbildungen und die damit verbundenen Berufschancen sind mir auch nicht vertraut.
Dennoch versuche ich Ihnen ein paar Hinweise oder Denkanstösse zu geben. Die Verbindung technische Bildung - Marketing/Wirtschaftskenntnisse ist grundsätzlich eine gute und zukunftsversprechende Kombination, da Sie zwei Welten zusammenbringen und damit auch in einer Kaderfunktion einen breiteren Bildungs-Rucksack mitbringen, als jemand der z.B. nur ein Wirtschaftsstudium mitbringt. Bedeutet aber natürlich, dass Sie weiterhin in einem technisch (chemisch) ausgerichteten Unternehmen tätig sind. Was Sie benötigen würden, wäre eine vertiefte Auseinandersetzung mit Marketing, zum Beispiel über ein Nachdiplomstudium Marketing. Optimal wäre es wahrscheinlich, wenn Sie innerhalb ihrer Firma in die Marketingabteilung wechseln könnten und so erste Marketing-Erfahrungen sammeln können. Auch der Weg über die (technische) Kundenberatung oder das Product Management ist ein gangbarer Weg, bei dem Sie gewisse Aspekte des Marketings lernen können.
Schwieriger ist es sicher, wenn Sie möglichst schnell für die Werbung und Kommunikation von Konsumgütern oder Dienstleistungen (z.B. Waschpulver oder Banken) tätig sein möchten, da Ihnen dafür auch die Branchenerfahrung fehlt.
Inwiefern die Weiterbildung zum Betriebstechniker TS Ihre Karrierepläne unterstützt, kann ich Ihnen leider nicht sagen. Wie gesagt bin ich bei diesen Ausbildungen zu wenig sattelfest. Wenn Sie unsicher sind, würde ich Ihnen eine professionelle Laufbahn-/Berufsberatung empfehlen.
 
Ich habe eine dreijährige Berufslehre als Fotofachangestellte absolviert und anschliessend die 1-jährige Handelsschule besucht (leider nicht mit einem anerkannten Diplom). In der Zwischenzeit war ich im Ausland, habe ein Fotostudio geleitet oder als Fotografin gearbeitet. Nun starte ich eine neue Arbeitsstelle, auch wieder in der Fotobranche, aber verbunden mit Administration und Büroarbeiten. Zu meiner Frage: Ich möchte mich im Bereich Büro weiterbilden, auch die Werbung (Marketingplanerin) würde mich interessieren - aber da die Auswahl so riesig ist, habe ich keine Ahnung wo ich anfangen soll. Ein Fernstudium wäre ideal, da ich momentan 100 % arbeite.
Berater: Widmer, Diana
Das Schweizer Bildungssystem ist zum Glück sehr durchlässig, so dass es auch für Quereinsteiger/innen immer wieder die Möglichkeit gibt, sich nachträglich in einem neuen Berufsfeld zu qualifizieren.
Wenn Sie die Ausbildung zur Marketingplanerin in Angriff nehmen wollen, müssen Sie neu die so genannte Zulassungsprüfung Markom absolvieren: www.eduscout.ch/Grund-%20und%20Weiterbildung/Abschluss.asp?Nummer=306. Einziges Zulassungskriterium zu dieser Prüfung ist das Alter: 19 Jahre. Während der Vorbereitung auf diese Prüfung setzen Sie sich einerseits mit allgemeinen Wirtschaftsthemen (Betriebswirtschaftslehre, Rechtskunde, Rechnungswesen, VWL) auseinander, erarbeiten daneben aber auch erste Grundlagen in Marketing und Kommunikation. Die Zulassungsprüfung benötigen Sie auch für die anderen Marketing-/Werbe-Berufe (z.B. Planerin Marketing-Kommunikation).
Falls Sie bei Ihrer neuen Stelle merken, dass Ihnen grundlegendes, kaufmännisches Wissen fehlt, besteht die Möglichkeit, dass Sie eine Handelsschule mit Ziel kaufmännisches Fähigkeitszeugnis absolvieren. Sprechen Sie mit der Schule Ihrer Wahl dabei auch über einen allfälligen Höhereintritt, da Sie ja bereits eine Handelsschule absolviert haben.
Zu guter Letzt möchte ich Sie auf eine weitere Möglichkeit hinweisen, die für Sie wahrscheinlich spannend ist: Die Ausbildung zur technischen Kauffrau. Diese Ausbildung ist für Leute gedacht, die keine kaufmännische Lehre haben, einen Wechsel ins Büro aber anstreben und dort kaufmännisches/wirtschaftliches Wissen mit Ihrem Erstberuf verbinden, sehr oft in der Kundenberatung/Marketingabteilung (aber nicht zwingend). Die Ausbildung vermittelt Ihnen in allen wichtigen wirtschaftlichen Fächern das nötige Wissen.
Alle diese Ausbildungen können Sie berufsbegleitend absolvieren, d.h. Schule abends oder am Samstag + Hausaufgaben. Bei den AKAD Schulen ist der Anteil Selbststudium in der Regel höher, bzw. kann individuell festgelegt werden als bei anderen Schulen.
 
Ich habe eine Berufslehre abgeschlossen. Anschliessend bin ich in die Versicherungswirtschaft gewechselt und habe diverse Weiterbildungen abgeschlossen. Neben dem Versicherungsfachausweis habe ich das eidg. Diplom Versicherungsexperte erlangt. Anschliessend habe ich ein MAS in Marketing absolviert. Gerne würde ich mich in ein Gebiet vertiefen und dieses ausführlich bearbeiten. Fragen: Ist es für mich ohne Matur/Studium möglich, eine Doktorarbeit zu schreiben? Ist es möglich den Doktortitel zu erlangen? Wenn ja, wo und wie? Ich habe von ausländischen Anbietern gelesen. Ist dies eine sinnvolle Variante?
Berater: Widmer, Diana
Nach meinem Wissen ist es an Schweizer Universitäten nicht möglich, einen Doktortitel ohne vorhergehendes Studium zu erlangen. Bei ausländischen Universitäten kann das möglich sein, sofern die betreffende Uni den MAS in Marketing anerkennt. In diesem Fall ist es aber sicher wichtig, dass Sie eine Universität finden, die einen guten Ruf geniesst. Ich muss aber ehrlicherweise auch sagen, dass ich mich auf diesem Gebiet zu wenig gut auskenne, um Ihnen einen verlässlichen Rat geben zu können. Ich würde Ihnen deshalb empfehlen, dass Sie sich an eine Berufs- oder Laufbahnberatung wenden, die Ihnen kompetenter Auskunft geben kann.
 
Ich habe einen Master in Marketing/Management der Universität Lausanne und 5-jährige Berufspraxis im strategischen Bereich einer Bank. Nun möchte ich eine berufsbegleitende Weiterbildung machen im Bereich Kommunikation, möglichst innerhalb zweier Jahre. Mittelfristig möchte ich ins Ausland. Können Sie mir sagen, welche Weiterbildung am meisten Sinn macht und international anerkannt ist? Sind CAS und MAS in Deutschland anerkannt? Gibt es andere Diplome/Angebote auf derselben Stufe?
Berater: Widmer, Diana
Die CAS und vor allem die MAS sind weltweit anerkannt, insbesondere auch in Deutschland. Dank der Bologna-Reform wurde, bzw. wird die ganze Hochschulstufe in Europa transparenter und vergleichbarer, so dass auch ein Wechsel von einer Universität zu einer anderen einfacher werden soll, bzw. die Leistungen anerkannt werden.
Da Sie einen Universitäts-Abschluss haben, sind die MAS-Angebote für Sie sicher am wertvollsten. Eine Alternative wäre das eidg. Diplom zur Marketingleiterin. Dabei handelt es sich aber um ein Schweizer Abschluss, der im Ausland kaum bekannt ist und dadurch bei Bewerbungen wenig aussagekräftig ist.
 
Mein Studium der Kommunikationswissenschaften habe ich 2002 erfolgreich mit dem Bachelor of Arts an einer Londoner Universität abgeschlossen. Seitdem habe ich durch verschiedene Praktikas die ersten beruflichen Erfahrungen gesammelt. Jedoch habe ich das Gefühl, durch meinen ausländischen Universitätsabschluss auf keine grosse Resonanz zu stossen. Nach hunderten von Bewerbungen arbeite ich seit ca. einem Jahr als einfacher kaufmännischer Angestellter und möchte schleunigst in mein Fachgebiet der Kommunikation zurück. Ich habe mir die SAWI Kurse (Kommuikationsplaner/leiter) angeschaut und bin von ihrer Relevanz für den Schweizer Arbeitsmarkt und mein persönliches Weiterkommen überzeugt. Ohne die Qualität dieser Kurse in Frage zu stellen, bin ich mir aber nicht sicher ob ich für diese Kurse mit meinem Bachelor nicht schon überqualifiziert bin? Welche Ausbildungswege (SAWI, Masters etc.) können sie mir vorschlagen, um meinen Bildungsweg in der Kommunikation weiterzuführen und optimal für den Schweizer Arbeitsmarkt anzupassen?
Berater: Widmer, Diana
Die Fachausweis-Stufe ist in der Schweiz tatsächlich sehr anerkannt und ein guter Ausweis, um eine beruflich adäquate Stellung zu erlangen. Allerdings benötigen Sie für die Prüfungszulassung in der Regel Berufspraxis im Bereich der Werbung/Kommunikation. Wenn ich Sie richtig verstehe, ist das ja nach wie vor eines Ihrer Probleme. Vom Niveau her sind Ihr Bachelor of Arts und der Fachausweis vermutlich in etwa gleich, die Fachausweis-Ausbildung ist einfach sehr praxisbezogen und in der Schweiz besser anerkannt.
Auf Stufe Master bieten verschiedene Fachhochschulen Master-Studiengänge oder Nachdiplomstudien im Bereich Marketing und Kommunikation an. Damit Sie sich hier einen Überblick verschaffen können, empfehle ich Ihnen die Programme der einzelnen Fachhochschulen in der Schweiz zu prüfen. Diese Weiterbildungen entscheiden sich von Fachhochschule zu Fachhochschule, so dass Sie hier genau prüfen sollten, welcher Studiengang für Sie der beste ist. Die Zulassungsbedingungen legen auch die Fachhochschulen fest. Eine Übersicht über die Fachhochschulen in der Schweiz finden Sie unter www.switch.ch/de/edu/fh.html.
 
Ich möchte gerne in die Gestaltung von Werbemitteln einsteigen, da ich sehr gerne mit Zeichnungsprogrammen arbeite. Ich habe das KV gemacht und stehe jetzt ich vor der schweren Entscheidung, entweder Marketingplaner weiterzumachen, oder zu versuchen, durch Kurse und Weiterbildungen in den gestalterischen Bereich einzusteigen.
Meine Vorlieben liegen ganz klar bei der Gestaltung und weniger bei der Planung, aber ich habe nicht die Zeit, um einen "brotlosen" Weg einzuschlagen (Familiennachwuchs ist in Planung und kann nicht mehr lange herausgezögert werden). Was gäbe es für Alternativen, um meinem Berufstraum näher zu kommen ?
Berater: Widmer, Diana
Alle Grafikberufe gehören zu denjenigen Berufen, bei denen es oft schwierig ist, einen Einstieg zu finden. Die Ausbildung zum Marketingplaner ist zwar sicher eine solide, anerkannte Weiterbildung - Ihrem Ziel als Werbegrafiker tätig zu sein hilft sie aber leider nur sehr beschränkt.
Allenfalls wäre - wenn die verschiedenen Weiterbildungen im grafischen Bereich Ihnen nicht entsprechen - die Ausbildung zum Planer Marketingkommunikation (früher Werbeassistent) für Sie interessanter, da sich diese Planer Marketingkommunikation auf die Werbung und den Werbeauftritt eines Unternehmens spezialisieren, während ein Marketingplaner ein breiteres Aufgabengebiet hat.
Informationen dazu unter www.sw-ps.ch/d/weiterbildung/index.php.
Wenn Sie in die Gestaltung einsteigen wollen, gibt es verschiedene Weiterbildungen. Eine Übersicht über die verschiedenen offiziellen Abschlüsse und wie Sie dahin gelangen können, finden Sie auf der Homepage der Berufsberatungen: www.berufsberatung.ch/dyn/1394.asp?id=14.1&form_submit=true&branch=14
In jedem Fall benötigen Sie in diesem Bereich sehr viel Talent und Durchsetzungsvermögen sowie wahrscheinlich auch eine gewisse Portion Glück.
 
Ich habe im 1998 den Marketingplaner abgeschlossen und seither im Marketing als PM Markt Schweiz gearbeitet. Momentan bin ich im internationalen Sponsoring tätig auf Seite des Sponsoring-Anbieters. Ich suche eine (englische) Weiterbildung, die mich zum Endziel MBA führt. Führt der Weg nur über einen BA oder gibt es Institutionen die Master ähnliche Ausbildungen anbieten für nicht Absolventen eines Gymi? Ausserdem sollte es berufsbegleitend möglich sein, innert absehbarer Zeit.
Berater: Widmer, Diana
Nein, für ein MBA benötigen Sie nicht zwingend einen Bachelor-Abschluss. Die meisten Programme haben bei den Zulassungsbedingungen einen Passus, dass auch Personen aufgenommen werden, die keinen Fachhochschul-, Uni- oder Bachelor-Abschluss haben. In der Regel wird in diesem Fall genügend Berufs- und Führungserfahrung gefordert. Es lohnt sich also, mit dem Ausbildungsinstitut das Gespräch zu suchen. Falls Sie zuerst eine Bachelor-Ausbildung machen müssten, müssen Sie ebenfalls nicht die Matur nachholen: Fachhochschulen bieten diese Ausbildung ebenfalls an und mit dem Marketingplaner (und wahrscheinlich vorgängiger KV-Lehre) sollten Sie eigentlich direkt zugelassen werden. Auch Englisch-Sprachige Abschlüsse finden Sie bei verschiedenen Fachhochschulen und Universitäten. Lassen Sie sich genügend Zeit bei der Evaluation des richtigen MBAs: da die Schulen die Programme in Eigenregie zusammenstellen, ist es besonders wichtig, dass die Inhalte Ihren Bedürfnissen entsprechen und nach Ihren beruflichen Zielen ausgerichtet sind.
 
 

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